zuadraht

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Ein wahnsinniger Killer geht in Graz um. Seine Opfer sind Honoratioren der Politik und Gesellschaft. Sein Motiv Rache? Alles deutet zunächst auf den untergetauchten Starkolumnisten der auflagenstärksten Lokalzeitung hin. Doch der Leser weiß es besser, denn dieser Journalist ist selbst ein Opfer des wahnsinnigen Killers, von diesem gefangengehalten und zum Spielball gemacht. Doch auf wen zielt diese Mordserie ab? Wer soll tatsächlich zur Strecke gebracht werden und vor allem, wie? Spannung bis zur letzten Zeile ist garantiert.Zuadraht ist ein Krimi aus zwei Perspektiven. Werner Kopacka schlüpft mit knisternder Intensität in die Rolle des Serienkillers, der seine Taten teuflisch subtil plant und ausführt, während Thomas Schrems den Ermittler verkörpert, der akribisch recherchiert, den kaum vorhandenen Spuren geduldig und doch mit einer ihm eigenen Raffinesse nachgeht. Beide Autoren schreiben in der Ichform und könnten darin unterschiedlicher nicht sein. Ein stilistisches Wechselspiel wie Tag und Nacht, das den besonderen Anreiz dieses ganz und gar ungewöhnlichen Graz-Krimis mit ausmacht. EinWechselspiel, genährt aus den Wechselfällen des Lebens, wie sie kaum jemand besser kennen gelernt hat als die Autoren selbst: Als Journalisten der Kronen Zeitung nehmen sie seit vielen Jahren Einblicke in die Abgründe und Höhenflüge menschlicher Befindlichkeiten und ihrer Katastrophen im Alltag.

Meine Gedanken zum Buch: 

Einmaliges Buch und supertolle Morde in Graz. In jeder Gasse von Graz, in jedem Gebäude und in jedem Bezirk von Graz kann das Opfer oder der Mörder sein!!!

Kaum eine Grundregel des Lebens geht einfacher: Wer zudreht und verleirt, lässt den Gegner zwei Punkte schreiben. Zumindest zwei. Denn, und das ist nicht minder einfach: Hat der Gegner vor dem Zudrehen keinen stich, so gehen drei bei ihm, wie landläufig gesagt wird. Er schreibt Punkte. Einfach, oder?
 

Seitenangabe für Zitat1: 
5

Die Logik sagt mir, dass ich mir bei dem, das ich tue, keine Emotionen erlauben kann. Mein Standartsatz, ich weiß. Ich wiederhole ihn immer wieder, weil ich befürchte, dass ich diese Regel, die seit dem Augenblick der Erkenntnis am Beginn jeder Tätigkeit stehen muss, irgendwann einmal vielleicht doch nicht mehr ganz befolgen könnte.
Bei den ersten Hinrichtungen ist es mir ganz gut gelungen. Ich musste jeweils ja nur eine Aufgabe lösen, auf die ich mich bestmöglich vorbereitet hatte. Jeden Schritt bin ich im Kopf dutzende Male durchgegangen. Das zuvor Gesammelte lag stes übersichtlich ausgebreitet vor mir, in einzelne Sektionen unterteilt, da kann einen nichts verirren, da muss man nur Schritt für Schritt vorgehen. Der Kopf muss klar sein, das ist das Allerwichtigste. Der einzige Unsicherheitsfaktor ist das Objekt selbst. Man kann zwar versuchen, dessen Reaktionen vorauszuahnen, aber man kann sich bei der Planung nicht dort platzieren, wo das Gesamelte liegt, nämlich im Feld der Fakten. Man legt sie also ins Feld der Unsicherheiten, und man muss versuchen, dieses so klein wie möglich zu halten.

Seitenangabe für Zitat2: 
126
Verlag: 
Steirische Verlagsgesellschaft in der Leykam Buchverlagsgesellschaft
Auflage: 
1.Auflage
ISBN: 
3-85489-135-2