Wien

nitti

Inhaltsangabe

Aufgewachsen in einer Bauernfamilie in Tirol, erlebt die Autorin ihre Kindheit wenig geliebt und geprägt von einem oft betrunkenen und grausamen Vater, einer wehrlosen Mutter sowie von harter Arbeit.

Als sie im zarten Alter von 18 Jahren den feschen Bernie, der immerhin zehn Jahre älter als sie ist, kennen lernt, scheint sie endlich ihr Glück gefunden zu haben. Doch nur alsbald soll sich dessen wahrer Charakter offenbaren: Alkohol- und sexsüchtig, hinterlistig und gemein, demütigt und... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Dieses Buch hat mich noch lange nachdem ich es gelesen habe, bewegt. Was sich diese Frau alles in ihrem Leben gefallen lassen musste und doch hat sie niemals den Glauben an sich selbst verloren. Zum Schluss muss ich noch festhalten, dass man sich sehr in die Autorin hineinversetzen kann, da sie i... | ... weiterlesen

Zitate

Fürsorgezögling

Inhaltsangabe

Vilma Neuwirth überlebte als 10-17jähriges Mädchen
den Terror der NS Herrschaft als Sternträgerin in der Wiener Glockengasse und erzählt in ihren Erinnerungen an die Jahre 1938 bis 1945 eindringlich von Veränderunge unter den neuen Machthabern, von der antisemitischen Hetze der Nachbarn, won jugendlichem Leichtsinn und dramatischen Änderungen.

Gedanken zum Buch

Immer wieder erschreckend wie "normale Menschen" und einst  liebenswerte Nachbarn zu Bestien werden können wenn es zu ihrem Vorteil ist. Eine andere Schriftstellerin nannte solche Dinge "Banalität des Bösen", d a s  werde ich nie verstehen.

Zitate

In Frau Kemplers Wohung zog ein SA-Mann namens Lattenmeier und seine Frau. Äußerlich entsprach er garantiert nicht dem "deutschen Ideal". Aber diesem Ideal entsprach eigentlich keine der deutschen "Führungspersö... | ... weiterlesen

Lattenmeier war ein "G'stauchter", ein kleiner dunkelhaariger Mann mit starken O-Beinen. In der SA-Uniform sah er aus wie ein Kretin. Sein Gesicht war wie seine Figur. Irgendwie sah er aus wie Hitler. Er trug genau so einen Bart, wie vie... | ... weiterlesen

"Dieses Buch habe ich gelesen wie einen Krimi. Weil es einer ist. Allerdings bleibt rätselhaft, woher als diese Verbrecher plötzlich gekommen sind". E.Jelinek
Umschlagtext

Lothar Gross

Inhaltsangabe

Am Vorabend noch hat er auf dem Sterbebett gelegen. Nun erwacht Wolfgang an einem unbekannten Ort und - wie ihm nach und nach klar wird - in einer fremden Zeit. Die Ungeheuerlichkeit seiner Zeitreise ins Jahr 2006 kann er sich nur mit einem göttlichen Auftrag erklären: Er soll endlich sein Requiem beenden.
Als wunderlicher Kauz und lebender Anachronismus irrt Wolfgang durch das moderne Wien, wagt nicht mehr, sich Mozart zu nennen, und scheitert an U-Bahntüren und fehlenden Ausweisen. Ei... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Ein absolut phantastischer Roman, in jeder Hinsicht. Die Vorstellung, ein Mensch irrt in einer anderen Zeit umher, ist ja schon kurios und in unzähligen Bücher bereits vermarktet worden, aber meistens ist es umgekehrt, dassein moderner Mensch in die Vergangenheit versetzt wird. Aber hie... | ... weiterlesen

Zitate

tedesca

Inhaltsangabe

Für August klingt es wie ein Traum: Als der junge Leutnant 1881 seinen Dienst bei der k. u. k. Armee Österreich-Ungarn quittiert, liegt ein ganzer langer Sommer in seiner Heimatstadt Wien vor ihm. Erst im Herbst soll er bei seinem Onkel, einem Schokoladenfabrikanten, seine neue Stelle antreten. Dann jedoch trifft er die selbstbewusste Elena Palffy, deren Mann erst kurz zuvor unter mysteriösen Umständen verschwunden ist, und die unter dem Verdacht steht, ihn umgebracht zu haben. Mit außergewöh... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Ein sinnliches Leseerlebnis, das einem die Düfte des Kaffees, der Schokolade und Gewürze fast riechen lässt. Frauen, so unterschiedlich wie dunkle, bittere Schokolade und das helle, süße Nougat, ein Mann, für den Gerüche zu Bildern werden, eine Geschichte, wie sie romantischer und dramatischer ni... | ... weiterlesen

Zitate

Dann sah er die Schaufenster der Konditorei Demel, ging quer über die Straße und trat ein. Er ging gern ins Kaffeehaus, weil er die Düfte dort liebte. Wie er die Gerüche draußen liebte, so liebte er auch die Aromen im Demel, die... | ... weiterlesen

"Es sind noch welche drin!", schrie er los. "Es sind noch welche drin!"
Ein paar Feuerwehrleute drehten sich zu ihm um, grobe, schwere Männer.
"Ich bin Offizier!", schrie August. "Ich sage Ihnen,... | ... weiterlesen

Michael Hausmann

Inhaltsangabe

Nicht dass du jetzt glaubst der Brenner läuft dem Kriminellen nach. Gegenteil. Der Brenner sucht eigentlich die Ruhe. Doch das Kriminelle lässt den Brenner nicht in Ruhe. Das ist nämlich Naturgesetzt. Und jetzt hör gut zu. Endlich hat der Brenner einen ruhigen Job. Also eine ruhige Kugel wie man so sagt gerade nicht, aber doch. Ruhig vor allem nicht, weil die Helena redet in einem fort. Das Weibliche wirft halt schon seinen Schatten voraus ins Kleinkindalter. Und wie die dann entführt wird, l... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Wolf Haas muss man mögen genauso wie die Lethargie des Brenner. Wenn beides der Fall ist, wird man feststellen, dass der neue Simon Brenner alles bisher dagewesene in den Schatten stellt. Einen Fall lösen quasi durch nicht-ermitteln. Nur immer zufällig dort sein, wo gerade schon wieder was passie... | ... weiterlesen

Zitate

Aber wenn dir im Regen ein glatzköpfiger Mann lange nachgeht, dann fragst du dich iregendwann, wieso tut der das. Noch dazu hat der genau wie der Brenner keine Schrim gehabt, aber im Gegensatz zum Brenner nicht einmal Haare. Eine Vollglatze wäre b... | ... weiterlesen

mausezahn

Inhaltsangabe

Auf dem Klo, während der Hochzeit ihres Märchenprinzen mit einer anderen passiert es: Olivia spielt mit dem Feuer und prompt erscheint ihr eine Fee. Also, äh, ein Feerich. Im rosaroten Tütü. Sie hat einen Wunsch frei. Und weil man so etwas ja einfach nicht ernst nehmen kann, wünscht sie sich einfach, der Prinz möge ein Frosch werden. Von da an beginnt ein wahnwitziger Wettlauf mit der Zeit, denn in London gibt es eine geheimnisvolle Hexenvereinigung, die die Verwandlung rückgängig machen kann... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Aberwitzig! Schräg! Genial! Selten hat mich ein Buch so überrascht. Da wimmelt es nur so von unglaublichen Einfällen. Ein Feerich im Tüll-Tütü, ein Pakt mit einem wiedererweckten toten Dichter, eine sprechende schwarze Katze, eine frustrierte Hexe, ein unterirdisches... | ... weiterlesen

Zitate

"Hast du etwa noch nie vom Wunschwellenprinzip gehört?"
"Wunschwas?"
"Wunsch-wel-len-prin-zip! Heilige Feenmutter, an wen bin ich denn da geraten? Unkenntnis ist gar kein Ausdruck!"
 

"Alles grün?", frage ich flüsternd meine Jackentasche, nachdem ich mich versichert habe, dass der dicke Mann neben mir fest schläft.
"Sehr lustig. Ha, ha, ha!", antwortet der Frosch und quakt. Wir erschreck... | ... weiterlesen

"...immerhin handelt es sich nicht um irgendeinen x-beliebigen Frosch, sondern um den Frosch, den ich liebe!"

sonja

Inhaltsangabe

Die Wiener Staatsoper spielt "Carmen". Doch noch während die Aufführung in wollem Gang ist, wird in den Gaderoben eine Tote gefunden. Eine der spanischen Tänzerinnen wurde brutal ermordet. So viel ist sicher, sie muss ihren Mörder gekannt haben. Bei seinen Ermittlungen muss der Kommissar jedoch eines erkennnen: Die Welt der Oper stellt einen eigenen Mikrokosmos dar, in dem Regeln herrschen, die sich aufs Äußerste von der Realität der normalen Welt unterscheiden und in den Ausßenstehenden nur... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Wow. Kaum ein Autor verschafft es einen so gefühlvollen Roman zu schreiben. Bei dem Buch sind Eigenschaften wie Spannung eher nebensächlich. Die ganze Geschichte liest sich fast wie ein Gedicht. Es ist einfach in die Gefühlswelt der Charaktere einzutauchen. Interessant ist auch, dass man zuerst e... | ... weiterlesen

Zitate

Der Kommissar blickte auf Carolins Gesicht. Es war schön. Sie war schön. Die weichen Linien waren geblieben. Die hohen Wangen, der feine, zarte Schwung um ihren Mund, nicht zerstört. Es war so schnell über sie gekommen, dass kein Entsetzen eingetr... | ... weiterlesen

Zum gemeinsamen Lachen. Zu ihrem Schweigen. Zu ihrer Freude. Sie saßen beisammen und ihre Stille begann größer zu werden als ihr Reden. Immer größer. Die Ränder der silbernen Schalen, in denen das Eis sierviert wor... | ... weiterlesen

Sabine Stachl

Inhaltsangabe

Als strahlender Held zieht Siegfried, der Drachentöter, mit dem Schatz der Nibelungen in den Hof der Burgundenkönige ein, um die schöne Kriemhild zu freien. Prachtvoll wird dei Doppelhochzeit von Siegfried/Kriemhild und Gunther/Brünhild am Wormser Hof gefeiert. Doch dann setzt ein, was an Intrigen, Hinterhalt und Mord, an Hass und Rache kaum mehr zu überbieten ist und nach der Ermordung Siegfrieds mit dem grausigen Tod Hagens und Kriemhilds endet.

Gedanken zum Buch

Eigentlich hatte ich nicht richtig Lust, dieses Buch zu lesen. Aber dann hab ich angefangen und es in zwei Tagen ausgelesen.
Dramatisch, romantisch, lustig...

Zitate

Claudia Maralik

Inhaltsangabe

Don_Juan_de_la_Mancha.gif"Man kann nur mit der ersten Frau oder mit der letzten glücklich werden." sagt der Vater und faßt so das Dilemma des Verführers zusammen. Auch Nathan, der nie ganz aus seines Vaters Schatten getretene Sohn, ist ein Verführer. Auf der Suche nach der verlorenen Lust der Nach-68er-Generation kreuzen viele Frauen seinen Weg. Freundinnen, eine Ehe, noch eine Ehe, vie... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Wonach sucht der Mensch? Liebe? Lust? Und kann das eine ohne das andere überhaupt Zufriedenheit/Glück bringen?
 
Menasse schreibt teilweise ziemlich freizügig und deftig über die oft doch noch unaussprechlichen Dinge des Lebens - so offen und kühn, dass i... | ... weiterlesen

Zitate

Ich dachte, dass der Begriff  "Liebesnacht" bedeutete, dass man die ganze Nacht liebte. Ich war fassungslos, wie schnell das Grundsätzlich vorbei war. Das konnte ich nicht akzeptieren, dieses Versagen: Die Nacht war noch so lan... | ... weiterlesen

Es ist keine Kunst, das Liebenswerte an einem Menschen zu lieben. Das Liebenswerte zu lieben ist nicht Liebe, sondern Huldigung.

Ich fand die Naivität, mit der sie Zärtlichkeit forderte und dabei wegdösen wollte, skandalös.

Lothar Gross

Inhaltsangabe

Man hat Peter Altenberg vor einigen Jahren ein Denkmal gesetzt: seit der Neueröffnung des Wiener Café Central in der Herrengasse sitzt er dort an einem Einpersonentisch nahe der Mehlspeisenvitrine, lebensgroß in Pappmaché nachgebildet. Eine solche Ehrung ist, über ihre Lächerlichkeit hinaus, und vielleicht sogar durch sie, angemessen: Der Flaneur Altenberg machte Halt nicht in den Akademien oder Vortragsälen der Stadt, sondern im Caféhaus, im Kabarett oder im Hotel, wo er Zeit seines Lebens w... | ... weiterlesen

Gedanken zum Buch

Peter Altenberg hat im Hotel geschlafen aber im Cafehaus gewohnt. Tagtäglich lief er brafuß in Holzpantinen durch Wien und hat hernach im Cafehaus seine Beobachtungen zu Papier gebracht. Melancholisch und wehmütig muten seine Geschichten an, aber sie sind herrlich zu lesen.

Zitate

Seiten

Wien abonnieren