Triest

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Ein Bankangestellter vor hundert Jahren. Zum Schmunzeln und Weinen.

Gedanken zum Buch

Werde es jetzt - nach einigen Versuchen - in einem durchlesen. Sehr lustig.

Zitate

Es schien geradezu, als wirke sich hier ein organischer Fehler bei ihm aus.

Seite 69

Er hatte seine eigenen Auffassungen von Hygiene, in deren Befolgung er den Mund öffnete, um Licht und Wärme in sich eindringen zu lassen. IS
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Reinhard E. Karner Reinhard E. Karner ‏@bookreaders 1m

Alfonso war sich selbst kaum bewußt geworden, daß er Annetta liebte, als Frau Lanucci es schon wußte. (I. Svevo)

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Eine Weitwanderung im Dreiländereck von Österreich, Slowenien und Italien: Wunderbare Landschaften, zahlreiche Kulturdenkmäler und historische Schauplätze in sehr unterschiedlichen Kultur- und Naturräumen erwarten den Reisenden. Die Wanderungen verlaufen stets in Reichweite der Karawankenbahn, der Wocheiner Bahn oder der Karstbahn, alle Ausgangs- und Endpunkte sind mit dem Zug erreichbar.

Gedanken zum Buch

Gute einfache Skizzen, nachvollziehbare Wegbeschreibung. Das Buch regt zum Nachwandern an. Für 2008 habe ich mir Teilstrecken rund um das Socatal vorgenommen. Nicht immer zählen nur die Berggipfel. Das wird eine Naturfoto- und nordic walking-Tour ganz für mich. Marmorata - ich komme.

Zitate

Jenseits des Kammes, der auch die Wasserscheide zwischen Schwarzem und MIttelmeer darstellt, beginnt die Primorska, das Küstenland.

Wegbeschreibung: Man geht vom Zentrum in Medana auf einem Sträßchen in östlicher Richtung (Hinweisschild "Belica") und geht links am betreffenden Gastbetrieb vorbei.

Südöstlich von Nova Gorica bietet das Landschaftsbild wenig Anmutiges und viel Verwirrendes.

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Ein heikler Fall für Kommissar Laurenti, den Süditaliener, dür den das explosive Gemisch aus Slowenen, Kroaten und Italienern, aus eifernden Nationalisten und alten Kommunisten schwer zu durchschauen ist...

Gedanken zum Buch

Die große Verneigung vor Italo Svevo kommt hier fast zu deutlich. Allzu bemüht wirken die Konstruktionen rund um den Mordfall. Wurde jedoch verfilmt und ist ja nicht so schlecht. Ich, als alter Triest-Liebhaber und Italo-Svevo-Verehrer hatte beim Lesen natürlich meine Freude. Trot... | ... weiterlesen

Zitate

Er schaute an der Fassade hoch und erkannte die steinerne Gedenkplatte, die daran erinnerte, daß Italo Svevo hier geboren war. Laurenti war sofort die Zigarette weg. Er war nahe daran, aus Ehrfurcht von Zeno Cosini, dem traurigen Helden aus... | ... weiterlesen

Und dann sah er den Sicherheitsgurt, der sich zwischen Zivas Brüsten spannte, und ihren BH durch den Pullover schimmern. Ungeduldig warf er die erst zur Hälfte gerauchte Marlboro aus dem Fenster.

"Halt! Sgubin, halt an!"
"Was ist los? Was hast du?" fragte sein Asistent besorgt.
Laurenti knallte ihm die Zeitung auf den Schoß. "Hier! Lies selbst!"

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Ein erfolgloser Autor träumt vom großen Ruhm. Wie ein böser Streich sich letztlich als Glücksfall für den sensiblen Dichter entpuppt - davon erzählt Italo Svevo auf vergnügliche Weise in seiner teilweise autobiographischen Erzählung "Ein gelungener Scherz".

Gedanken zum Buch

Erfolglose kann man leicht auf die falsche Fährte locken. Mit einem Angebot, dass den grossen Erfolg verspricht. Gefangen in seinen eigenen Gedanken, blockiert für das Naheliegende, träumt man sich in eine erfolgreiche und geldeinbringende Welt. Den Traum vom Erfolg träumt man... | ... weiterlesen

Zitate

Nun ergeht es einem bei der Lektüre eines Wörterbuchs nicht viel anders als bei einer Autofahrt über einen Sturzacker, und um das Unglück vollzumachen, fand Mario auf dieser Seite einen Hinweis, dem er entnahm, daß er sic... | ... weiterlesen

Kurz, es war einer jener Bäuche, die man in Deutschland, wo man es doch wissen muß, der Wirkung des Biers zuschreibt.

Vielleicht würde Mario sogar Humor genug besitzen, um über den Scherz zu lachen. Das war allerdings wenig wahrscheinlich, denn Leute, die den Ruhm lieben, können im allgemeinen nicht lachen.

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Zeno Cosini ist eine komisch-glücklose Figur; seine Geschäfte haben keinen Erfolg, es gelingt ihm nie, sich das Rauchen abzugewöhnen, zur Unzeit entflammen seine Gefühle, wird er eifersüchtig und wieder vernünftig, von den drei Schwestern, deren Haus er als Bewerber betritt, bekommt er diejenige, die er nicht wollte, er verliert seine schöne und sanfte Geliebte Carla, als er sie am innigsten liebt.

Gedanken zum Buch

Sehr tollpatschig - aber er kann nichts dafür. Würden wir nicht alle gerne so durch Triest stolpern? Er ist menschlich, und das sehr. Absolute Empfehlung.
Jetzt übrigens neu als zweisprachiges Werk; für alle Italienisch-Freaks. Bei... | ... weiterlesen

Zitate

...die Gesundheit einer Frau ist in erster Linie ihre Schönheit.
S 965
Viele Menschen auf dieser Welt lernen nur, wenn sie sich selbst zuhören, oder können doch zumindest nicht lernen, wenn sie anderen zuhören.... | ... weiterlesen

Eines Abends im August schleifte er mich wieder mit zum Fischen. Beim blendenden Schein eines fast vollen Mondes war wenig Aussicht, etwas an die Angel zu bekommen. Aber er bestand darauf und meinte, auf dem Meer würden wir etwas Erleichterun... | ... weiterlesen

Im Unterschied zu anderen Krankheiten ist das Leben immer tödlich.
S 1167
 
Nur ein einziges Mal ist ein absoluter Irrtum vorgekommen. Ein Arzt, eigentlich Tierarzt, in dessen Hände ich leider geriet, wollte meinen... | ... weiterlesen

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Mit Verehrung und Liebe, aber dennoch ungetrübten Blicks, erzählt Livia Svevo ihr Novelle vom guten alten Herrn und vom schönen Mädchen, von des Schriftstellers Ringen mit literarischer Randexistenz und leidenschaftlichem rauchen. Eine ausführliche, nicht ganz unsentimentale und gleichzeitig erhellende Reise durch das Leben meines Mannes.

Gedanken zum Buch

So viel Liebe und Verehrung, respektvollster Umgang miteinander. Wunderschöne Briefe aus dem Literaturzirkel um Italo Svevo. Vor allem die Schlüsse der Briefe, mit ihrem wertschätzenden damals üblichen Anreden rührt zum Lächeln und auch zum Mitfühlen.

Zitate

Die unterdrückten Schriftstellerträume kamen noch manchmal zum Vorschein; dann schrieb er zu jeder Tges- und Nachtzeit, an jedem Ort, auf losen blättern. In unregelmäßigen Abständen notierte er Gedanken und Eindr... | ... weiterlesen

Das muß ich ihr lassen, und während ich es sage, weiß ich nicht, ob ich Bewunderung oder Zorn empfinde! Sie hat niemanden überzeugt, aber mein Haus gleicht mehr ihr als mir. Es herrscht darin eine große Ordnung, da und... | ... weiterlesen

Herzliche Grüße und entschuldigen Sie mein armes ausgebranntes Hirn; hin und wieder habe ich ein bißchen Spaß. Schreiben Sie bald. James Joyce

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Zum Abenteuer des guten alten Herrn gab es ein Vorspiel, das aber von ihm fast unbemerkt verlief.

Gedanken zum Buch

Sehr ruhig und mit Augenzwinkern, das Näherkommen in einer Partnerschaft der Gegensätze. Nicht nur des Alters. Herrlich antiquiert.

Zitate

Er konnte jedoch das Thema nicht wechseln, und nicht allein deshalb, weil alte Leute sind wie Krokodile, die nur schwer ihre Richtung ändern.

Zu ihm kam sie mit Hut, und wenn sie auf der Straße ging, trug sie keinen? Merkwürdig. Und wie anders auch ihre Art sich zu kleiden war!

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Hier liegt nun die erste Ausgabe von CRÀZZOLA vor, die Edition will den Italo Svevo Preis begleiten und ihm Hof und Hallraum sein, indem sie Laudationes, Preisreden sowie Fundstücke und Entdeckungen von und um Italo Svevo versammelt, literarische Gemmen, die der erzählerischen Welt des Namensgebers verpflichtet sind.

Gedanken zum Buch

Italo Svevo kann man nicht genug würdigen.

Zitate

zeno hat ständig das problem, daß man ihm nichts glaubt, zwischen ihm und der welt scheint eine ironische distanz eingezogen, man könnte sagen, es besteht da eine art lächelpakt. man lächelt ihm zu, und er lächelt zurück. dazwischen passiert aller... | ... weiterlesen

Reinhard E. Karner

Inhaltsangabe

Emilio Brentani, ein Mann von schwachem Charakter, verfällt seiner Leidenschaft zu Angiolina, einem ganz gewöhnlichen Provinzdämchen. Sie wird ihm zur Fatalität, da er sich ihrer weder ganz zu versichern nohc aganz zu entledigen vermag.

Gedanken zum Buch

Psychoanalyse bevor Freud sich darüber hermachte. Sehr schön im Roman eingebaut. Überhaupt kein theoretischer Zugang; rein aus dem regen Gefühl heraus geschrieben. Der Protagonist ist teilweise blind für Naheliegendes, teilweise zu empfindsam, wo es nichts zu empfinden gi... | ... weiterlesen

Zitate

In einem Leben, das ohne ernsten Inhalt war, konnte eben auch eine Angiolina eine ernste und bedeutsame Rolle spielen.

Er begann mit einer Lüge, und zwar sagte er sie so, als handle es sich um etwas Gleichgültiges.

Diese Betschwester war außerstande zu beten. Sie richtete ihren Blick mehr frech als fromm zum Himmel. Sie kokettierte mit dem Herrgott.

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