Wolf Solent

Powys' »Steppenwolf-Roman« entfaltet ein grandioses Panorama von Leidenschaften und Ideen, von Naturmystik und Seelentiefe.

Der junge Bibliothekar Wolf Solent aus London wird von dem alten, kauzigen Squire Urquhart beauftragt, die Geschichte Dorsets und seiner Landschaft, aber auch die »unmoralische Geschichte« des Dorfes zu schreiben. Schicht um Schicht gräbt er sich in die Vergangenheit und dringt so auch immer weiter vor in die Tiefen seiner eigenen Geschichte. Während seiner Recherchen lernt Solent die seltsam skurrile Dorfgemeinschaft kennen und gerät schließlich in die gefährliche Nähe zweier sehr verschiedener Frauen, die er »auf der Suche nach gewissen Empfindungen« beide, aber jede anders liebt.

Hin und her gerissen zwischen der sinnlichen Gerda, die er heiratet, und der intellektuellen Christie, die sich als Schriftstellerin aus der inzestuösen Atmosphäre ihres Vaterhauses zu lösen sucht, droht er zu zerbrechen. In seinem verhalten pathetisch schwingenden Stil, wo dem Kleinsten noch eine große Gebärde anhaftet, stimmt Powys einen Hymnus auf Eros an, auf die Verschränkung von Gefühl und Geist, von Natur und Kosmos.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ein sehr schönes und sinnliches Buch, eine Geschichte eines unentschlossenen Mannes, der nicht so recht weiß, für was er sich in seinem Leben entscheiden soll. So auch die Liebe zu zwei Frauen, von denen er ein zwar heiratet, aber da ist immer auch noch die andere, die er zwar auch liebt, aberer ist hin und hergerissen.
Ein Epos und ein Lehrbuch für das Leben und die Liebe.

Verlag: 
Zweitausendeins
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
3-86150-318-2