Von dreien, die auszogen, sich den Bauch zu füllen: Roman aus dem Jahre 1000

Drei Gauner ziehen im Jahr 1000 durch Italien, treffen auf Mönche, Frauen und wilde Tiere, entkommen der Pest und dem Scheiterhaufen. Und haben dabei nur eins im Sinn: Hunger! Essen! Trinken!
Ein Schelmenroman, komisch und voller Überraschungen – auch für fortschrittliche Geschöpfe im 21. Jahrhundert.

Nach einer Schlacht bleiben als einzige Überlebende zwei Freunde und ein Feind übrig: Carestia und Pannocchia verstecken sich im Brunnen, Millemosche von der Gegnerseite in seiner Ritterrüstung. Hungrig ziehen sie los, überstehen abenteuerliche Verfolgungen, Magenknurren wie Halsdürre, und werden dennoch den grimmigen Gesellen Hunger nicht los.
Auf der lebendigen Kuh zeichnen die drei bereits die Teile ein, die sie verspeisen wollen, da kommt das ganze Dorf mit Heugabeln gelaufen. Die letzte Rettung scheint eine Frau mit Hühnern. Allein im Streit darüber, wer die Frau und wer die Hühnereier bekommt, müssen sie wieder hungrig davonziehen.
Erzählt werden die Abenteuer der drei in der ironisch althergebrachten Sprache, die Luigi Malerba in Pataffio so meisterhaft vorgeführt hat – höchst lebendig in Szene gesetzt von der dialogischen Kunst Tonio Guerras.

Meine Gedanken zum Buch: 

Dieses Buch bringt einen ständig zum Lachen über die aberwitzigen Erlebnisse der drei Männer, die in die unmöglichsten Situationen geraten, aber auch immer wieder zum Kopfschütteln, weil die drei dermaßen gnadenlos dumm sind, dass es kein Wunder ist, dass sie in diese Situationen überhaupt erst geraten.
Sie sind ständig auf der Suche nach Essen und Trinken, aber auch ständig auf der Flucht, weil ihre Beschaffungsmethoden den Bewohnern der Ortschaften und Bauernhöfe so garnicht gefallen.

Verlag: 
Wagenbach
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
3-803-11159-5