Vater Morgana

vater.jpgEs kann zu Verwicklungen kommen, wenn man versucht, mit der deutsch-österreichisch-amerikanisch-schwedisch-britisch-persischen Familie "Nowrouz" - das persische Neujahrsfest zu Frühlingsbeginn - gemeinsam zu feiern. Definitiv kommt es zu einer globalen Katastrophe, wenn man den Tod des eigenen Vaters vor dessen Mutter geheim halten muss, weil die liebe Verwandtschaft befürchtet, dass die persische Omi diesen Schock nicht überleben wird...

Meine Gedanken zum Buch: 

Es ist wahrscheinlich durchaus beabsichtigt, dass die Geschichte so klingt, als wäre sie tatsächlich Michael Niavaranis Familie passiert. Einerseits ist es eine sehr unterhaltliche Geschichte, da es durch die kulturellen Unterschiede oft zu skurillen Situationen kommt. Andererseits muss ich aber sagen, dass ich vom Thema leicht betroffen war. Die ganze Familie versucht, der Großmutter zu verheimlichen, dass einer ihrer Söhne verstorben ist. Das fand ich ganz und gar nicht fair ihr gegenüber. Also - ein lustiges Buch mit traurigem Inhalt. (Gibt' s so etwas?)

Tatsache war, dass Kai Parvis in seinem Rausch vor dem Schlafengehen, um den Kater am nächsten Tag nicht zu groß werden zu lassen, Wasser trinken musste und gerührt war ob der Aufmerksamkeit meines Vaters, ihm ein volles Glas im Wohnzimmer bereitzustellen. Er trank und trank, verschluckte ohne es zu merken den Fisch, die Pflanze und ein paar Kieselsteine. So war mein erster Goldfisch auf besondere Weise Opfer eines Katers geworden.

Seitenangabe für Zitat1: 
340
Verlag: 
Amalthea Signum Verlag
Auflage: 
7. Auflage
ISBN: 
978-3-85002-689-5

Kommentare

Ich fand das Buch gar nicht so lustig. Jedenfalls nicht, wenn ich die Sätze einfach so gelesen habe. Ich hab dann versucht mir Michael Niavarani auf der Bühne vorzustellen, wie er die Geschichte erzählen würde und dann waren einige Passagen schon komisch. Das heißt für mich aber auch: Ein Kabarret lebt eigentlich vom Bühnengeschehen und von der Ausstrahlung des Darstellers -  und weniger vom Inhalt !? Zumindest was dieses Buch betrifft kommt esmir schon so vor. 370 Seiten ohne viel Aussage, außer, dass eine Familie, wie du es schon erwähnt hast, mit allen Mitteln versucht den Tod des Vaters vor der Großmutter zu verheimlichen.
Abschiednehemen zu dürfen ist so wichtig und sollte einem doch nicht verwehrt werden!!!