Unverdächtig

Unverd__chtig.jpgLise arbeitet als Animierdame in einer Bar und schläft am Tag. Ihr Liebster Sam hingegen verbringt seine Tage vor dem Fernseher. Der Traum von einem anderen Leben scheint auf ewig ein Traum bleiben zu müssen. Bis Lises bester Kunde ihr einen Heiratsantrag macht. Das ist die Chance, findet Lise und unterbreitet Sam den perfekten und perfiden Plan Die Atmosphäre eines bretonischen Küstenstädtchens, die Requisiten der Nouvelle Vague, eine Prise Maigret und Hitchcock ergeben einen spannenden Roman über menschliche Abgründe, Treue und Verrat.

Meine Gedanken zum Buch: 

Der Ich-Erzähler Sam liebt Lise, diese heiratet einen reichen Mann, die beiden schmieden einen perfiden Plan um an sein Geld zu kommen, und der geht schief. So könnte man die 120 Seiten zusammenfassen. Komplexer wird es dort, wo es um den Inhalt geht, der zwischen den Zeilen steht, um die Emotionen und feinen Nuancen, die die eigentlichen Spannungserzeuger sind.
Ein kleines, sehr feines Büchlein, das sich durch eine aussergewöhnliche Sprache auszeichnet, ein kurzes Lesevergnügen für alle, die gerne einmal etwas länger bei einem Satz verweilen.

Nun hat das Begehren der Männer ja dieses Merkwürdige und Mathematische an sich, dass Widerstand, statt die Ambitionen zum Erlöschen zu bringen, sie nur noch anwachsen lässt, und durch welches physische Gesetz soll man erklären, was da geschah: Sie ließ ihn so oft abblitzen, dass er am Ende mehr wollte als ihren Körper, den sie ihm verweigerte

Seitenangabe für Zitat1: 
21

Ich erinnere mich, wie wir beide endlose Minuten lang schwiegen, wie alles da draußen mit uns zu reden schien, unsere Blicke gingen weit, und dein Schweigen, dein langes Schweigen hallt noch jetzt zwischen meinen Schläfen wider.

Seitenangabe für Zitat2: 
106
Verlag: 
Fischer (Tb.)
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3596187553