Transatlantische Passage - Mit der QE2 in die neue Welt

Es ist eine Hommage an die luxuriöseste Form des Reisens, eine Schilderung der Atlantiküberquerung mit der legendären Queen Elizabeth 2. Begeisterung spricht aus jeder Zeile, ob nun die Garderoben- oder die Trinkgeldfrage erörtert wird, ob der Autor nun auf die leidige Seekrankheit eingeht, oder von dem kaum bekannten "Ship-lag" berichtet, der energielosen Inaktivität, der wohligen Schlafmützigkeit, die jeden derart Reisenden wohl irgendwann befällt. Keine Landausflüge, wie bei Kreuzfahrten, stören den täglichen Ablauf. Der Autor betont extra, dass er sich bemüht hat, objektiv zu berichten  und trotzdem klingen seine Beschreibungen wie ein Werbeprospekt, wie er selbst gesteht.

Meine Gedanken zum Buch: 

Das Büchlein macht richtig Lust auf so eine entschleunigte Art des Reisens, hier natürlich gepaart mit Luxus und Schlemmerei. Mir scheint, dort kann man so richtig genießen, und wenn es zu fad wird, kann man ja eines der zahllosen Unterhaltungsangebote in Anspruch nehmen. Sehr gefallen hat mir auch, dass immer wieder auf geschichtliche Aspekte des Schiffes oder des Transatlantikverkehrs eingegangen wird. Anektoten lockern die Erzählungen auf und haben das Lesen für mich schon ein wenig wie Urlaub sein lassen. Ein nettes kleines Büchlein (130 Seiten) zum Sich-Fort-Träumen!

Verlag: 
Picus Lesereisen
Erscheinungsjahr: 
1999
Auflage: 
Erstauflage
ISBN: 
3-85452-715-2