Tod am Stein

Eines der dunkelsten und dramatischsten Kapitel in der Geschichte des Dachsteingebirges wurde zu Ostern 1954 geschrieben, auf der Karsthochfläche AM STEIN, die im Sommer so sehr archaisch und mystisch anmutet und im Winter einer Schneewüste gleicht. Es war ein Gründonnerstag, als Lehrer und Schüler aus Heilbronn/Deutschland von Obertraun im Salzkammergut auf den Krippenstein aufbrachen. Zehn Jungen im Alter zwischen 14 bis 17 Jahren, voll sprühender Jugendlichkeit, ein junges Lehrerpaar, alle hoch motiviert, von sportlichem Ehrgeiz und von der Faszination der Bergwelt angetrieben, geführt von einem natur- und bergerfahrenen Klassenlehrer.

Meine Gedanken zum Buch: 

Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit und ich möchte hier natürlich nichts vorwegnehmen, aber falls man von diesem Drama auf dem Dachstein noch nie etwas gehört hat, lässt der Buchtitel (leider) bereits darauf schließen, welches Ende hier zu erwarten ist.
Ich persönlich bin ja selber viel und gerne in den Bergen unterwegs und bin mir bewusst, wie nah Freud und Leid hier beieinander liegen können. Vermutlich lag es daran, dass ich dieses Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte und bis zum Ende in banger Hoffnung, einmal sogar mit Tränen in den Augen (und das passiert mir bei einem Buch wirklich richtig selten), manchmal auch mit Wut über die verantwortungslosen Entscheidungen der Lehrer, durchgelesen habe. Und das, obwohl ich bereits wusste, wie der Ausflug für die Schüler und Lehrer damals geendet hat.
Viele Passagen entsprechen mit Sicherheit den Tatsachen. Bei den Erzählungen darüber, was auf dem Berg alles passiert ist, handelt es sich  um eine Fiktion, wie es sich zugetragen haben könnte.
Ein sehr empfehlenswertes Buch, vor allem für Bergliebhaber.

Verlag: 
Bibliothek der Provinz
Auflage: 
3. Auflage
ISBN: 
ISBN-10: 3852527295