Sturmhöhe (Audiobook)

Liebe, Haß und Tod - ein Drama spielt sich ab auf dem Gutshof Wuthering Heights in Yorkshires düsterer Nebellandschaft. Vom Dämon der Rache und Eifersucht besessen, richtet der Findling Heathcliff ein Werk der Zerstörung an, dem auch die Angebetete Cathy zum Opfer fällt. Mehrere Generationen werden in einen Strudel rasender Leidenschaften gezogen. Emily Brontes ergreifende Geschichte voll psychologischer Raffinesse löste 1847 einen Sturm der Empörung aus.

Meine Gedanken zum Buch: 

(Erscheinungsjahr und Auflage sind am Cover nicht angegeben, dieses Hörbuch ist Teil einer Kassettenausgabe, gelesen von Gudrun Landgrebe).
 
Unter den englischen Klassikern ist "Sturmhöhe" immer einer meiner Lieblinge gewesen, und umsomehr habe ich mich jetzt gefreut, mir es so gut gelesen wieder einmal zu Gemüte zu führen.
Cathy und Heathcliff, kaum ein Paar der Weltliteratur steht sich selbst mehr im Weg als die beiden. Blinder Hass und Rache sind das zentrale Thema dieser dramatischen Geschichte, und die stets etwas gruselige Atmosphäre trägt das ihre zu einer fast unerträglichen Spannung bei, die einen ein Happy End garnicht mehr erwarten lässt.

Verlag: 
Sounds of Seduction Audioproduktionen
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN 978-3-937-07114-5

Kommentare

Mich faszinierten Heathcliffs Versuche, die Kinder seiner "Feinde" nach seinen Wünschen zu formen; Hareton mit den besten Anlagen ließ er keine Erziehung angedeihen und so blieb er völlig ungebildet. Und den selbstsüchtigen kränklichen Linton versuchte er soweit aufzupeppeln, dass sich Catherine tatsächlich in ihn verliebte.
 
Ich meine, der Ursprung allen Übels liegt in Heathcliffs Kindheit. Nach dem Tod seines Ziehvaters wurde er von allen verachtet und damit wurde sein Hass geschürt.
 
Ein krasser psychologischer Roman, in dem gezeigt wird, dass die Mitmenschen füreinander sowohl Hölle als auch Himmel bedeuten können. Und Heathcliff lässt nichts unversucht, dass er seinen Mitmenschen eine Hölle auf Erden bereitet...

Ich hab das Buch jetzt auch gelesen.  Mich hat sehr beeindruckt, wie sehr man als Leser das beklemmende Gefühl spürt, dass in diesen Familien herrscht.
 
Nur frage ich mich, ob man Heathcliffs Kindheit für alles verantwortlich machen kann. Kann jemand so sehr leiden, dass er Zeit seines Lebens an nichts anderes, als an Rache und Vergeltung denken kann?
 
Ein absolut lesenswerter Roman, über den ich wohl noch ein Weilchen nachdenken werde...

Also in diesem Fall glaube ich schon, dass das Kind Heathcliff mit seinen traumatischen Erfahrungen einfach nicht fertig wurde, denn es hatte ja sehr gute Anlagen und war dabei, sich zu einem netten jungen Mann zu entwickeln. Und plötzlich wurde ihm alles genommen, nicht zuletzt der einzige Mensch, den er je geliebt hat.

Das stimmt natürlich schon. Ich finde es nur sehr schade, dass Heathcliff sein ganzes Leben nur mit negativen Gefühlen verbracht hat. Ich hätte es ihm gewünscht, dass er es schafft, sich davon zu befreien und so ein bisschen Glück zu finden. Aber bis zuletzt war sein einziges Glück, irgendwann neben Catherine liegen zu können...

Ja, das haben wir ihm wohl alle gewünscht, darin liegt irgendwie die ganze Dramatik der Geschichte, oder? Dass wir wissen, dass Heathcliff im Grunde ein netter Kerl war und von seiner Umwelt verdorben wurde.
Wenn Du übrigens wissen willst, wie Heathcliff mit seinen Wutausbrüchen fertig wird, dann musst Du von Jasper Fforde "Der Fall Jane Eyre" lesen - eine herrliche Satire, in der die englische Literatur eine wesentliche Rolle spielt. Es gibt hier auch eine Patenschaft dazu.