Senilità

Emilio Brentani, ein Mann von schwachem Charakter, verfällt seiner Leidenschaft zu Angiolina, einem ganz gewöhnlichen Provinzdämchen. Sie wird ihm zur Fatalität, da er sich ihrer weder ganz zu versichern nohc aganz zu entledigen vermag.

Meine Gedanken zum Buch: 

Psychoanalyse bevor Freud sich darüber hermachte. Sehr schön im Roman eingebaut. Überhaupt kein theoretischer Zugang; rein aus dem regen Gefühl heraus geschrieben. Der Protagonist ist teilweise blind für Naheliegendes, teilweise zu empfindsam, wo es nichts zu empfinden gibt; eben total menschlich. Verliebt in eine Frau und blind für die eigene Schwester, die ihrerseits unglücklich verliebt ist. Sein bester Freund ist ihr Angebeteter; zu lange ahnt der Angebetete auch nichts davon. Aber dann ist es bereits zu spät. So blind ist der Mensch. Meist denkt er nur an sich.

In einem Leben, das ohne ernsten Inhalt war, konnte eben auch eine Angiolina eine ernste und bedeutsame Rolle spielen.

Seitenangabe für Zitat1: 
94

Er begann mit einer Lüge, und zwar sagte er sie so, als handle es sich um etwas Gleichgültiges.

Seitenangabe für Zitat2: 
98

Diese Betschwester war außerstande zu beten. Sie richtete ihren Blick mehr frech als fromm zum Himmel. Sie kokettierte mit dem Herrgott.

Seitenangabe für Zitat3: 
146
Verlag: 
Rowohlt Verlag
Auflage: 
Lizenzausgabe
ISBN: 
keine