Robinson Crusoe

Als Kaufmann bereist der junge Robinson Crusoe die Weltmeere. Doch eines Tages zieht ein schrecklicher Sturm auf und das aufgewühlte Meer verschlingt sein Schiff mitsamt der Besatzung. Nur Robinson überlebt und wird an den Strand einer fremden Insel gespült.
Weit entfernt von Freunden und Verwandten muss er lernen allein in der Wildnis zu leben.
Bis er Freitag trifft, mit dem er gegen gefährliche Kannibalen kämpfen muss...

Meine Gedanken zum Buch: 

Sehr interessant zu lesen Smile

Verlag: 
Gondrom Verlag
Auflage: 
2. Auflage
ISBN: 
3-8112-2148-5

Kommentare

Sehr interessant!
Wie er sich auf dieser Insel alles aufbaut. Nur der Anfang ist ein wenig lahm, macht aber nichts!

Also alles was Recht ist Robinson Cruseo ist sicher kein Kinderbuch, zugegeben es gibt Ausgaben, die dies vorspiegeln aber dies war sicher nicht die Intension von Daniel Defoe.
Erschienen 1719 sind inwischen mehrere 100 von Original abweichende Ausgaben gedruckt worden, manchen auch als eine Art Struwelpeter.
Aber  zu Zeiten des Daniel Defoe hatten castaway stories eine große Zeit, es war das Zeitalter der Aufklärung längst gekommen, Swifts Gullivers Reisen kamen 7 Jahre später und
Jean-Jacques Rousseau's Schriften waren erschienen.
Das Buch diskutiert ein zutiefst moralisches Problem der unterschiedlichen Kulturen und der Reaktion darauf.
Also bitte Daniel Defoe und sein Robinson Crusoe nicht als Kinderbuch deklassieren und vielleicht mal das Original lesen Lol
Rotbart

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Also 1. würde ich die Bezeichnung "Kinderbuch" nicht als Deklassierung bezeichnen und 2. gibt es kindergerechte Ausgaben davon - ich habe eine daheim. Ganz abgesehen davon können Kinder durchaus Bücher für Erwachsene lesen und sich ihren Teil herausholen, ohne die tieferen philosophischen Hintergründe zu erkennen, das halte ich für absolut legitim. Genau aus diesem Grund lese ich Bücher heute wieder mit ganz neuen Augen, die ich als Jugendliche schon toll gefunden habe.

Na ja man kann natürlich auch Schiller's Räuber zu einem Kinderbuch machen (gib es tatsächlich) - ob das sinnvoll ist für Kinder, will ich garnicht diskutieren, vielleicht kommt ja demnächst auch der Marquis de Sade als Kinderbuch heraus. Das sollen die Eltern entscheiden.
Das aber Erwachsene (davon ging ich aus) Defoe lesen und dann zum Ergebnis Kinderbuch kommen, kann ich nicht nachvollziehen. Als Literatur für Kinder würde ich eher die Bücher von Astrid Lindgren oder Michael Ende sehen.
Schon bei Märchen stellt sich doch die Frage ob sie für Kinder geeignet sind, Grimms Märchen (Origial) sind streckenweise viel zu grausam und 1000 und 1 Nacht (ebenfalls im Original) ist in weiten Strecken pure Sexliteratur und der Rest für Kinder viel zu langweilig.
Macht man daraus künstlich (= durch weglassen und/oder umschreiben) sog. kindgerechte Literatur, dann sind es eigentlich Fälschungen oder Plagiate, die nichts aber auch garnichts mit dem Original zu tun haben, dann sollte man fairer Weise in den Titel schreiben Kinderversion von................ und dies dann auch danach beurteilen.
Nic für Ungut - Rotbart

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Ich habe viele klassiche Werke in der Kinderversion gelesen, somit war ich schon in sehr jungen Jahren Fan der großen Literatur. Edmond Dantès, Robinson Crusoe und Long John Silver haben mich mehrmals auf vielen spannenden Abenteuern begleitet, die die zeitgenössische Kinderliteratur perfekt ergänzt haben. Sehr oft wurde ja auch nur die Sprache vereinfacht, aber die Essenz der Geschichten blieb immer erhalten. Gut und Böse, Vorurteile, Liebe, Loyalität, Einsamkeit,... ich hab nicht das Gefühl, dass ich diese Grundstimmungen damals nicht mitbekommen hätte.
Sehr viele Jugendliche plagen sich zum ersten Mal in ihrem Leben mit Klassikern, wenn die Schule es ihnen vorschreibt, und damit gewöhnt man ihnen das Lesen zum Teil leider ab. So gesehen finde ich kindgerechte Versionen sehr nützlich, denn sie schaffen den Zugang zum  Inhalt und öffnen die Tür zum tiefgründigeren Hintergrund einer Geschichte. Und hat man es geschafft, einen Jugendlichen dazu zu bringen, dass er freiwillig liest, wird er in späteren Jahren alleine schon aus Neugier zum Originaltext greifen, um genau das zu finden, was in der Berarbeitung vereinfacht wurde. Für mich waren das aufschlussreiche Stunden und aufregende Erlebnisse als junge Frau, die ich nicht missen wollte.
 
1001 Nacht war sowieso nie für Kinder gedacht, und Grimms Märchen sind grausam, ebenso wie Andersens oder Pechsteins oder gar die z.B. alpenländischen Volksmärchen. Wir sind alle damit groß geworden, ohne einen Schaden davonzutragen. Die Kinder sehen und hören heute ganz andere Geschichten, da wirken viele Märchen richtig harmlos.