Polt

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Für Simon Polt, Gendarmerieinspektor im frei gewählten Ruhestand, hat sich viel geändert: Beruflich geht er neue Wege, und die gemeinsame Zukunft mit seiner Langzeitfreundin Karin Walter erscheint unvermutet in einem völlig neuen Licht.
Zur Polizei, die nunmehr über die kleinen Dörfer im Wiesbachtal wacht, hat Polt kaum noch Kontakt ? nur mit Norbert Sailer ist er befreundet, einem Ordnungshüter ganz nach seinem Geschmack. Doch nach einem gemeinsamen Abend der beiden Männer ist es mit der Ruhe in Polts Leben wieder vorbei: Die Männer stolpern über die Leiche eines Mannes, den niemand gekannt haben will, und über den einige doch mehr zu wissen scheinen, als sie zugeben. Und Polt ist plötzlich nicht nur Zeuge, sondern zugleich Verdächtiger eines Verbrechens ...

Meine Gedanken zum Buch: 

Schöne realistische Beschreibung über das Leben am Lande; ganz speziel im Weinviertel. Neben einem guten Lokalkoloriat fehlte auch die Spannung der Schmäh nicht. Dem Autor ist wieder einmal ein tolles Buch gelungen.
Ganz besonders ist mir Frau Habesam - von nun an Frau Alosia - ans Herz gewachsen. Ich hoffe, sie lebt noch lange, die Gute hatte ja schon einen Schlaganfall. Hoffentlich wird sie noch lange mit ihrem Rollstuhl durch ihr Geschäft düsen.

Ein paar Wochen später kehrte Klaus Gantenberger ganz friedlich in sein Haus zurück, klaubte ein paar Äpfel auf, legte sie ordentlich in einen Korb, stieg hinauf in den Dachboden und erhängte sich.

Seitenangabe für Zitat1: 
18

Als er bei Frau Habesam eintraf, war sie eben dabei, den leeren Geschenkkorb zu vertauen. "Muss schnell gehen, mit dem Zurückgeben, sonst spielen die Kinder damit! Einmal hat sogar eine KAtze ein Lackerl hineingemacht. Man riecht's aber fast nicht mehr."

Seitenangabe für Zitat2: 
126
Verlag: 
Haymon Verlag
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
10: 3-85218-604-8