Poetenleben

Sammlung von 25 Kurzgeschichten, entlarvend, doch mit schalkhafter Arglosigkeit vorgetragenen Episonden aus dem abenteuerlich unzeitgemäßen Alltag eines "Poeten". Die Erstausgabe dieses nach wie vor blitzblanken, dem Rost der Historie gegenüber bemerkenswert unauffälligen Buches erschien 1917, mitten im Ersten Weltkrieg. Eine größere Provokation des damaligen "Zeitgeistes" läßt sich kaum vorstellen.

Meine Gedanken zum Buch: 

Das dürfte ein Protestbuch gegen den Krieg sein. Der Krieg wird nicht mit einer Silbe erwähnt. Sehr plaudernd und beiläufig kommen die Geschichten, scheinbar ohne Höhepunkt. Äußerst beruhigend und lieblich. Sehr ehrfürchtige Naturbetrachtungen. Einfach entspannend.

Ich besaß zwei hübsche Anzüge und einiges erspartes Geld, das ich fest entschlossen war zu vergeuden.

Seitenangabe für Zitat1: 
57

Wer nie fehlt, hat wahrscheinlich auch nie Gutes getan.

Seitenangabe für Zitat2: 
108

"Ist es wahr, daß Sie Gedichte schreiben?" fragte man ihn.
"Ja, ich glaube es fast", gab er sanft, gutmütig und demutvoll zur Antwort.

Seitenangabe für Zitat3: 
125
Verlag: 
suhrkamp
Auflage: 
1. Auflage, Erstausgabe 1917, Huber & Co. Frauenfeld
ISBN: 
3518376063