Plötzlich Shakespeare

Zwei sind einer zu viel!
Wenn Mann und Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, dann ist das Chaos perfekt!
Die liebeskranke Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt, in den Körper eines Mannes, und der Mann heißt William Shakespeare. Rosa darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausgefunden hat, was die wahre Liebe ist. Keine einfache Aufgabe: Sie muss sich als Mann im London des 16. Jahrhunderts nicht nur mit liebestollen Verehrerinnen rumschlagen, sondern auch mit Shakespeare selber, der nicht begeistert ist, dass eine Frau seinen Körper kontrolliert. Und während sich die beiden in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Weltgeschichte.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ich bin ganz erstaunt, dass dieses Buch hier noch nicht vorgestellt wurde. Mit "Plötzlich Shakespeare" hat David Safier ein weiteres Büchlein im Stil seiner beiden Vorgänger (Jesus liebt mich und Mieses Karma) geschrieben. Wieder einmal schafft er es mit seinem Humor und seinen skurrilen Ideen zu unterhalten. Diesmal geht es um die etwas tollpatschige, unglücklich verliebte Rosa, die Dank einer Seelenrückführung ins 16. Jahrhundert katapultiert wird um dort gemeinsam mit der "alten" Seele den Körper Shakespeares zu bewohnen. Dort passieren natürlich lustige, peinliche, spannende Verwirrungen, die mich sehr amüsiert haben. Für gemütliche, unterhaltsame Lesestunden ohne Anspruch auf inhaltlich hochwertige Literatur kann ich dieses Buch nur empfehlen.

Ich wollte schnell verschwinden, doch wohin? Ich sah mich panisch um und sah nur einen einzigen Ausweg: Ich sprang in den See. Kaum war ich unter die Seerosen-Oberfläche getaucht, stellte ich fest, dass ich in meinem Leben schon mal bessere Ideen hatte. Ich würde ja wohl kaum so lange unter Wasser bleiben können, bis die Gräfin ihr Bad beendet hatte. Ich sah direkt neben mir einen nackten Fuß in den See eintauchen und dann noch einen.
 
...
 
Ich durfte mich nicht bewegen, damit sie meine Anwesenheit nicht bemerkte. Doch meine Luft ging langsam zur Neige, aus meinem Mund stiegen Luftblasen nach oben auf. Von jenseits der Wasseroberfläche hörte ich dumpf die Stimme der Gräfin, die erstaunt ausrief: "Luftblasen?... Ich habe doch gar nicht gefurzet."

Seitenangabe für Zitat1: 
167
Verlag: 
Rowohlt Verlag GmbH
Auflage: 
1. Auflage März 2010
ISBN: 
ISBN 978-3-463-405537

Kommentare

Habe das Buch gerade gelesen (mein zweites von Safier nach "Mieses Karma") und habe mich wieder köstlich amüsiert. Ich finde auch, dass sich die Bücher von Safier als unterhaltsamer Zeitvertreib für zwischendurch gut eignen.