Ohne ein Wort

ohne.jpg"Ich wollte, ihr wärt tot!", wünscht die 14jährige Cynthia ihren Eltern. Als sie am nächsten Tag aufwacht, sind ihr Vater und ihre Mutter spurlos verschwunden. Ebenso ihr Bruder. Kein Hinweis, keine Nachricht. - Erst 25 Jahr später, als Cynthia selbst eine Familie hat, tauchen geheimnisvolle Zeichen aus ihrer Vergangenheit auf. Mysteriös und gefährlich.

Meine Gedanken zum Buch: 

Cynthia kann die Unwissenheit über das Schicksal ihrer Familie, die 25 Jahre davor spurlos verschwunden ist, nicht verkraften. Sie weiß nicht, ob sie verlassen wurde oder ob ihre Eltern und ihr Bruder einem Verbrechen zum Opfer fielen. Warum wurde sie verschont? Um sich endlich Klarheit zu verschaffen, versucht sie, durch einen Auftritt in einer Fernsehsendung etwas über den Verbleib ihrer Familie herauszufinden. Doch das löst eine Reihe von mysteriösen Geschehnissen aus.
 
Linwood Barclay erzählt sehr spannend diese Geschichte über das Verschwinden einer Familie. Verblüffend die Lösung des Rätsels. Der Schluss des Buches ist für mich etwas zu dick aufgetragen, ich möchte dieses Buch aber trotzdem empfehlen, da die Geschichte aus der Sicht von Cynthias Mann erzählt wird, der seine Frau unterstützen möchte, aber beinahe unter der Last der Vergangenheit zerbricht.

"Manchmal kommt es mir so vor, als würden sie mich zu sich rufen."
"Zu sich rufen?", sagte Dr. Kinzler.
"Als würden sie mich bitten, zu ihnen zu kommen. Damit wir wieder eine Familie sein können."

Seitenangabe für Zitat1: 
89
Verlag: 
Ullstein Buchverlage GmbH
Auflage: 
16
ISBN: 
978-3-548-26743-2

Kommentare

Welch absolut geniales Buch! Es hat mir von der ersten bis zur letzten Seite total gut gefallen. Die Lösung erkannte ich erst zu Beginn des Gesprächs im Krankenhaus. Den Komplizen hatte ich allerdings von Anfang an in Verdacht. Das liegt aber wohl weniger an meinen detektivischen Künsten, als vielmehr an der Tatsache, dass ich von Anfang an einfach jede Person verdächtigt hatte Smile
Ich war begeistert von dem logischen Schluss, der aber doch überraschend kam und nicht vorhersehbar war. Außerdem mag ich es, wenn das Ende schön "rund" ist. Also keine "falschen Fährten", die nur als Lückenfüller oder Spannungsmacher dienen und sich am Ende als unwichtig herausstellen. Tolles Buch! Gut ausgesucht Wink

Ja, gut ausgesucht von wirklich netten Kollegen. Schön, dass es dir auch so gut gefallen hat. Spannend fand ich die kurzen Kapitel in kursiv, in welchen ihre Familie (?) sich über Cynthias Leben unterhielt. Eventuell Stimmen aus dem Jenseits?

... die kursiven Teile musste ich mir gleich im Anschluss nochmals alle durchlesen. Und sie haben noch immer alle "gepasst". "Nenn sie nie wieder deine Schwester!" Jaja, jetzt wissen wir wieso. Ich fand aber nicht, dass am Ende der Geschichte zuviel los war. Es wurde zwar hektisch, aber es war für mich noch okay. Zu schnell hat sich - für mich - allerdings die Situation aufgelöst, als sie sich alle beim See getroffen haben. Trotzdem gutes Buch!
 
Nette Kollegen suchen gute Bücher aus. Kann ich voll unterschreiben!! Wink