Niedertracht

In der Gipfelwand hoch über einem idyllischen alpenländischen Kurort findet die Bergwacht eine Leiche. Wie kam der Mann ohne Kletterausrüstung überhaupt dort hin? Kommissar Jennerwein ermittelt mit seinem Team zwischen Höhenangst und Almrausch, während sich die Einheimischen in düsteren Vorhersagen über weitere Opfer ergehen. Was hat derweil die merkwürdige Mückenplage in Gipfelnähe zu bedeuten, warum besitzt ein grantiger Imker auf einmal viel Geld, und wieso hilft ein Mafioso, ein Kind aus Bergnot zu retten? Jennerwein hat einen steilen Weg vor sich.

Meine Gedanken zum Buch: 

Und schon wieder habe ich herzhaft gelacht! Meiner Meinung nach hat sich Jörg Maurer mit jedem Alpenkrimi um Kommissar Jennerwein (Teil 1: Föhnlage, Teil 2: Hochsaison, Teil 3: Niedertracht) gesteigert. Voraussetzung ist nach wie vor das Verständnis für schwarzen Humor, ansonsten kann man die in diesem Buch beschriebenen Morde als etwas makaber empfinden. Als besonders originell empfand ich die Bedeutung der Insekten, welche sich erst gegen Ende des Romans herausstellt. Ich kann nur manchmal den Kopf schütteln (und das meine ich positiv), auf welche irrwitzige Ideen Jörg Maurer immer wieder kommt. Und ein Buch ist doch mal richtig gut, wenn man sich selber beim Wandern dann schon einbildet, auf einem schwierig erreichbaren Felssvorsprung eine leblose Person auszumachen, oder? Ich freue mich auf den 4. Teil (einige Passagen lassen durchblicken, dass es diesen geben wird).

Verlag: 
Fischer Taschenbuch Verlag
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978-3-596-18894-9