Narrenwinter

Alfred-Komarek-Narrenwinter.jpgDaniel Käfer hat als Journalist nach wie vor nichts zu tun. Da bietet sich ihm die Chance, aus den verrückten Tagen etwas Ernsthaftes zu machen: Ein Buch über das legendäre Faschingstreiben im Salzkammergut soll er für ein Medienunternehmen in Hamburg schreiben. Freundin Sabine ist zwar nicht recht heiratswillig, aber die Fotos will sie gerne beisteuern. Fleckerlgewand und Karriere? Und das in der Scheinwelt der Medien? Ein Projekt, bei dem Käferselbst zum Narren zu werden droht.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ich bin ein richtiger Daniel Käfer-Fan geworden. Diesmal erfährt man auch etwas mehr über die Beziehung von Käfer zu seiner Freundin Sabine. Irgendwie schlittert er auch immer in Unannehmlichkeiten -  diesmal im Bezug auf ein neues Jobangebot. Komarek schafft es, seine Hauptfigur sehr realistisch darzustellen. Alles was Käfer passiert, könnte in Wirklichkeit auch genau so geschehen.  Die Faschingsbräuche und das ganze Drumherum kann ich mir ebenfalls gut vorstellen.

Wäre nur alles in der Welt so unverrückbar gewiss wie der Schnaps in Maria Schlömmers Küche, der Hut auf Hubert Schlömmers Kopf und der Dachstein vor dem Fenster.

Seitenangabe für Zitat1: 
12

"Lassen Sie mich eine Gegenfrage stellen, Herr Käfer: Wie brauchbar sind sie selbst? In den vergangenen Monaten habe ich Sie doch eher als ..., nun ja, als Traumtänzer kennengelernt."

Seitenangabe für Zitat2: 
113
Verlag: 
Diogenes Verlag
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978 3 257 23720 7

Kommentare

Er schreibt einen wunderschönen Brief an Sabine, den er ihr dann vorliest ("Wirst du wohl, du Feigling?") S. 56
 
"Bad Aussee, 23. Februar 2006.
Sabine, Liebes,
ich habe Dir nicht viel zu geben: Einen Schrei vielleicht, der ein Flüstern bleibt, einen Tag, der ein wenig der Nacht gehört, mich.
Vergiss nicht die hellen Teufel in Deinen Augen und nicht das Gras und das kleine Stück Ewigkeit.
Danke, Du.
Daniel."
 
 

Wirklich hinreißend hat Daniel Käfer seine Sabine umworben. Ob sie da noch lange standhaft bleiben wird?
 
Eustach Schiller ist wieder sehr schräg und versucht mit aller Gewalt, in die Gemeinschaft der Ausseer aufgenommen zu werden. Manchmal ist er etwas anstrengend.
 
Und wieder verlasse ich das Salzkammergut und wäre so gerne noch dort geblieben.
 
Danke für die Leihgabe, Gabi!

Ob sie heiraten oder nicht - verrät uns bald das ....
Nicht das Licht, aber hoffentlich das nächste Buch. Meines Wissens gibt es noch eines und ich werde es mir sicher besorgen.