Nachglühen

nachgl__hen_0.jpgZwei Männer kehren in ihren Heimatort zurück, der einst Sperrgebiet der DDR war. Siebzehn Jahre sind vergangen seit der Wende, doch waseinst zwischen ihnen vorgefallen ist, gewinnt plötzlich wieder Macht über sie.

Meine Gedanken zum Buch: 

Jan Böttcher beschreibt nicht, erzählt nicht, kommentiert nicht, urteilt nicht, entschuldigt und begründet nicht. Er lässt die Handlung handeln. Keine Superhelden oder Übermenschen - hier ist nichts zu glorifizieren.
Kann so ein Buch spannend sein? Ja, es kann. Man fühlt sich den Protagonisten nahe. Man ist im Buch. Welch eine Kunst so zu schreiben. Nicht umsonst hat Herr Böttcher letztes Jahr einen Bachmann-Preis damit geholt.
Absolute Empfehlung.

Endlich gab sich die kurvige Straße auf, gab sich der Apfelallee hin, wurde erstmals für viele hundert Meter zur Geraden.

Seitenangabe für Zitat1: 
15

Hat er sich in ein Buch festgebissen, schmeckt selbst das Abendbrot wie kosmischer Basalt. Die Zahnpasta heißt nur noch Zahnplasma. Das glibberige gelbe Zeug, das seine Mutter mit den Frauen trinkt, kann nur eingedickter Mondsand sein.

Seitenangabe für Zitat2: 
84

Die Band spielte die Unzufriedenheitsnummer der Stones.

Seitenangabe für Zitat3: 
203
Verlag: 
rowohlt
Auflage: 
1.
ISBN: 
9783871346095