Mittelmäßiges Heimweh

mittelm____iges_heimweh_0.jpgDieter Rotmund fährt mit der Bahn, und zwar schwarz. Seit seine Frau erklärt hat, sie könne auf deinen Fall mehr in der Großstadt, sondern müsse unbedingt im Schwarzwald leben, sind zwei Wohnungen zu bezahlen. Dieter Rotmund muss sparen. Doch als er zur eigenn Verblüffung zum Finanzdirektor befördert wird und nicht mehr sparen muss, ändert das nichts am Basso continuo seines Lebens.

Meine Gedanken zum Buch: 

Sehr ausgefallene, noch nie gesagte, aber doch klare Worte, die zum Schmunzeln anregen. Man muss eigenlich laut lachen über die detaillierten Betrachtungen.

Wunderbar ist eine Kuh mit Pferdehaar.

Die Leute, die im Büro von einer Beziehung in die andere gleiten, sind gewöhnlich unter dreißig. Als bloßer Wandererotiker bin ich inzwischen zu ungeduldig und auch zu unlustig. Ich bin in den letzten Monaten ein wenig erlebensmüde geworden.

Im Radio erwische ich den Wetterbericht. Ein Sprecher sagt, es sei am Abend vielerorts klar. Die Formulierung amüsiert mich. Ich murmle vor mich hin: An anderen Orten ist vieles unklar, zum Beispiel hier. Wie ein zurückgebliebener Zwölfjähriger stehe ich herum und denke: Hier bin ich, will denn niemand etwas mit mir machen?

Verlag: 
Carl Hanser
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978-3-446-20818-6

Kommentare

Tut mir leid das sagen zu muessen, aber der Rotmund ist ein Typ der ist so farblos, dass es schade um jede Buchseite ist, die sein idiotisches Verhalten beschreibt. Während des Lesens hatte ich ständig das Gefühl, ich muss in das Buch hineinkriechen und dem Rotmund in den * und in die * kicken, damit was weitergeht.
Klar gibt es Charaktere, die anders sind als der Durchschnitt. Über solche Menschen ist es Wert, Bücher zu schreiben. Aber so ein Null-Charakter wie der Rotmund, der weder einen humorvollen Schlag hat, noch einen dramatischen oder spannenden... Nimm das Buch zum unterzünden im Kachelofen, da ist wenigstens das Papier nicht ganz um sonst gekauft!