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Ein in ganz Griechenland bekannter Bauunternehmer, dessen Geschäfte olympiabedingt florieren, zuückt mitten in einem Interview eine Pistole und erschießt sich vor laufender Kamera. Natürlich ruft ein solch spektakulärer Abgang Kostas Charitos auf den Plan, dem in seinem Krankenstand schon die Decke auf den Kopf fällt. Seine Ermittlungen führen ihn zu den Baustellen des Olympischen Dorfs, zu den modernen Firmen hinter Fassaden aus Glas und Stahl, zu den Reihenhäuschen der Vororte, wo die Bewohner noch richtigen griechischen Kaffee kochen und Bougainvillea im Vorgärtchen blüht. Mit der ihm eigenen Bedächtigkeit irrt Kostas Charitos durch das Labyrinth des modernen Athen, unter der prallen Sonne - und dem Schatten der Vergangenheit.

Meine Gedanken zum Buch: 

Der politisch nicht korrekte Kommissar Charitos quält sich auch in diesem Krimi wieder durch den immensen Verkehr von Athen, um das Rätsel um einen inszenierten Selbstmord zu lösen. Obwohl die Geschichte nicht so glaubhaft wie bei den anderen Markaris-Krimis rüberkommt, verliert man sich auch in diesem Roman wieder in den Wirrungen und Machenschaften der Großunternehmen und öffentlichen Institutionen Griechenlands und landet wieder einmal in der bewegten Vergangenheit. Sehr stimmungsvolles Buch, empfehlenswert!

Verlag: 
Diogenes Verlag AG
Auflage: 
Erstauflage
ISBN: 
978-3-257-23474-9