Land aus Glas

land_aus_Glas.jpgEs war ein Mal ein Mann, der fortging, durch die Welt reiste, und jedesmal wenn er zurückkehrte, kam vor ihm, in einem mit Samt ausgeschlagenen Kästchen, ein Juwel.
Die Frau, die auf ihn wartete, öffnete das Kästchen, sah den Juwel und wusste dann, dass ihr Mann bals wieder zu Hause war. Die Leute glaubten, der Stein sei ein Geschenk, ein kostbares GEschenk für jede Flucht. Dabei war er im Labyrinth der Wleten da, was das Band ihrer Liebe bewahrte. (Klappentext)

Meine Gedanken zum Buch: 

.... es ist wieder einmal Zeit für ein Buch von Alessandro Baricco.
Was mich hier erwartet, ist noch nicht ganz klar... vermutlich ein modernes Märchen oder sagen wir besser, etwas Märchenhaftes.
Oft fällt es mir schwer, mich auf so etwas einzulassen.... es verlangt nach einer gewissen Stimmung, nach Offenheit....
Mal sehen, was "Land aus Glas" für mich bereit hält. Auf jeden Fall freu ich mich schon auf Baricco`s Sprache, die ist ja immer sehr fein und oft auch poetisch... also im Grunde ja wie geschaffen, für einen Roman dieser Art.

Verlag: 
Piper Verlag
Auflage: 
erste deutsche Auflage 1998
ISBN: 
3 492 03876 X

Kommentare

... Denn natürlich musste es wirklich ein System geben, mit dam man eine dreimal größere Glasscheibe herstellen konnte, und das, genau das, war das Geniale an Mr. Rails System:  zu ahnen, dass etwas möglich war, noch bevor es überhaupt jemandem in den Sinn kam, es zu brauchen.

Für mich gibt es Barricos, die poetisch und wunderbar sind und skurrile, die für mich fast an der Grenze des Lesbaren liegen - "Land aus Glas" gehört zur zweiten Gruppe, ich hab 2 Anläufe gebraucht, um es zu lesen, dann war ich allerdings letztendlich doch sehr angetan davon. Bin gespannt, was Du dazu sagen wirst!

... an der Grenze des Lesbaren.... ja, da hast du verdammt recht..... und der Gedanke, es noch mal zu lesen, ist mir gleich nach dem Beenden auch sofort in den Sinn gekommen... aber ob ich das nochmal will.... auf jeden Fall nicht sofort, das steht fest.....
Aber vermutlich braucht es auch einen zweiten Anlauf, um das Buch komplett zu verstehen bzw. zu erfassen....
 
Ich war schon auf einen sehr fantasievollen und irrwitzigen Roman eingestellt, aber das ,was ich hier zu lesen bekommen habe, war mir teils wirklich zu viel..... Die Sprünge und die Beziehungen waren oft so verworren, dass mir oft der Faden gefehlt hat... irgendwie konnte ich Baricco`s Gedanken nicht folgen und ich muss auch sagen, so mancher Sinn ist mir bis zum Schluss verborgen geblieben.
Es sind ja auch so viele Geschichten, die hier parallel laufen.... man taucht überall ein... oft verschmelzen sie... dann wieder nicht.... ich hätte mir gewünscht, in die eine oder andere tiefer eintauchen zu können. Zum Beispiel hätte ich gerne viel mehr über Mr. Rail und June erfahren.....
Im Grunde macht man die Bekanntschaft unterschiedlichster Personen, die alle für ihre Träume und Visionen leben.... und am Ende... gehen sie mehr oder weniger damit unter.... eine sehr bedrückende Sache.
Was den Schluss angeht.... puh... also entweder hab ich hier was verpasst, was gemessen an der teilweise herrschende Verwirrung durchaus mögich ist, oder... ???!!!! ... auf jeden Fall bleibt ein großes Fragezeichen zurück....
 
Bariccos Stil ist ja wie erwartet und gewohnt sehr fein und poetisch.... aber manchal verfällt er in so einen rohen und derben Ton, der für mich richtig irritierend ist. Das passt einfach nicht ins Bild.... aber so ging`s mir bei "Novecento" auch schon.
 
Alles in allem eine sehr abenteuerliche Geschichte, die nicht ganz leicht zu verdauen ist.... braucht vermutlich wirklich einen zweiten Anlauf um hier fußfassen zu können.