Krach der Kulturen um einen Fahrstuhl an der Piazza Vittorio

Mord an der Piazza Vittorio! Ein Verbrechen soll aufgeklärt werden, aber vor allem entfaltet sich zwischen den Marktständen und in den Treppenhäusern der Palazzi ein vielstimmiges Portrait des römischen Lebens.
Im Aufzug eines Wohnhauses an der Piazza Vittorio in Rom wird ein junger Italiener mit dem Spitznamen Il Gladiatore, den alle Hausbewohner unsympathisch fanden, tot aufgefunden. Amedeo (eigentlich Ahmed), den alle für einen Italiener halten und sympathisch finden, wird offiziell verdächtigt, der Mörder zu sein, weil er seither verschwunden ist. Nun darf jeder Hausbewohner »die Wahrheit« aus seiner Sicht erzählen: ein Koch aus dem Iran, eine neapolitanische Hausmeisterin, ein holländischer Filmstudent, eine peruanische Altenpflegerin. Sogar der abwesende Amedeo kommt zu Wort und kommentiert die Weltsicht seiner Mitbewohner ? das Ganze gerät unversehens zur commedia all'italiana!

Meine Gedanken zum Buch: 

Kann dieses Buch jedem empfehlen. Mir wurde es in der Buchhandlung "Thill and Crime" in der Marihilferstraße empfohlen. Fand den Buchtitel schon total interessant und auch das Cover.

Benedetta beschwert sich ständig über alles: über die Hausbewohner, die Regierung, die Händler an der Piazza Vittorio, dreckige Toiletten, überhöhte Preise für Medikamente, über dien nsteuern, den Regen, die Immigranten. Heute hat sie mir von ihrem Sohn Gennaro erzählt, der arbeitslos ist. Sie bat mich, ihr dabei zu helfen, eine Stelle für ihn zu finden, und wiederholte dabei immer wieder, dass Verwandte wie Schuhe seien, "je enger, desto unbequemer", oder sie sprach von den parenti serpenti, der buckeligen Verwandtschaft, die manchmal giftig sei wie Schlangen.

Seitenangabe für Zitat1: 
47
Verlag: 
Wagenbach Verlag
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
10: 3-8031-2608-8