Jungen und Mädchen: wie sie lernen

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Rund 80% der sogenannten lernschwachen Schüler sind Jungen - doch die sind nicht einfach dümmer, vielmehr liegt die Ursache dafür im System: Jungen und Mädchen lernen nachweislich anders, was in unseren Schulen nicht berücksichtigt wird.
Vera F. Birkenbihl stellt die neuesten Erkenntnisse der Forschung vor und zeigt, warum Eltern und Pädagogen die geschlechtertypischen Merkmale nicht nur berücksichtigen, sondern sogar in den Vordergrund rücken sollten.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ein interessantes Buch, das die Koedukation, zumindest im Pflichtschulbereich in Frage stellt. Wobei die Kinder nicht grundsätzlich nach Geschlecht getrennt, aber nach ihren Bedürfnissen individuell Unterrichtet werden sollten.

7.Selbst - Wert - Gefühl: Lob und Tadel
Hier scheinen uralte Klischees zu greifen, so dass das Gegenteil dessen, was Eltern und LehrerInnen bewusst anstreben, gelebt wird. Es hat sich inzwischen (wie gesagt weltweit, d. h. in allen Industrienationen) gezeigt: Jungen werden weit häufiger für ihre Leistung gelobt, auch wenn diese objektiv schlechter ist als die von Mädchen. Mädchen hingegen werden seltener für Leistungen gelobt, sondern eher für "brav sein". Dabei werden gutes Betragen, Fleiß, Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit hervorgehoben, also WESENSZÜGE, die man bei weiblichen Wesen erwartet. Getadelt werden sie eher für Fehler, also für mangelnde Leistung (was sie besonders verletzt). Bei Jungen ist es umgekehrt.
 

Verlag: 
Knaur
Auflage: 
Erstauflage
ISBN: 
3 426 64235 2

Kommentare

Klingt interessant - insbesondere da sich Birkenbihl sehr intensiv mit dem Thema beschafft hat - sie hält ja auch Vorträge zu dem Thema ...
Wußte gar nicht, dass es auch ein Buch dazu gibt ...