Jesus liebt mich

Jesus_liebt_mich.jpgMarie hat das beeindruckende Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Männer zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Rendezvous, er sei Jesus persönlich. Zunächst denkt Marie, dieser Zimmermann habe nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch bald dämmert ihr: Joshua ist wirklich der Messias. Und Marie fragt sich, ob sie sich dismal nicht in den falschesten aller Männer verliebt hat.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ich hatte mir die Geschichte etwas witziger vorgestellt. Trotzdem hat sie mir ganz gut gefallen. Es gibt viele Zitate und Querverbindungen zur Bibel und hier vor allem zum Leben Jesu, die mich auch öfter zum Schmunzeln brachten. Wenn man sich darauf einlassen kann, dass Jesus in der heutigen Zeit auf die Erde zurückkehren könnte, kann man sich auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und Marie gut vorstellen. Am Schluß gleitet der Roman aber durch die Beschreibung der Apokalypse sehr in die Abenteuer-Fantasie Sparte ab, was ich persönlich sehr schade finde. Für mich war's eine gute Abendlektüre, bei der ich durchaus dranbleiben wollte und nicht nach einer Seite bereits eingeschlafen bin.

"Dieser Mann ist ein Bettler", stellte Joshua fest. "Ja,das ist wohl war", erwiderte ich. "Wir müssen mit ihm das Brot teilen." "Was?", rief ich erstaunt. "Wir teilen mit ihm das Brot", wiederholte Joshua. "Brot teilen?", dachte ich. "Das macht man doch nur mit Enten."

Seitenangabe für Zitat1: 
65
Verlag: 
Rowohlt Taschenbuch Verlag
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978 3 499 24811 5

Kommentare

Das erste Buch, das ich von David Safier gelesen habe war "Mieses Karma" und davon war ich voll begeistert. Es war abwechslungsreich, witztig, schräg und mal was absolut Anderes.
 
Bei "Jesus liebt mich" hatte ich mir eigentlich den gleichen oder zumindest einen ähnlichen Lesespaß erhofft, leider hat sich der bei mir aber nicht eingestellt. "Mieses Karma" war so schräg, dass es einfach zum Todlachen war... "Jesus liebt mich" fand ich persönlich schon zu übertrieben (ich würde schon fast blöd sagen, aber das ist nur meine persönliche Meinung), um darüber lachen zu können.
Ich habe es auch nicht geschafft, mich auf diese Vorstellung -ein wiedergeborener Jesus verwickelt in Alltagsprobleme  und Liebesgeschichte- einzulassen und der eigenwillige Schluss den du schon erwähnt hast, hat für mich dem Roman den Todesstoß versetzt.

Aufgrund begeisterter Rezensionen hatte ich eine hohe Erwartungshaltung, die jedoch enttäuscht wurde. Mir war das Buch ein wenig zu überdreht, zu krampfhaft lustig und im Gegensatz zu vielen anderen Lesern finde ich „Mieses Karma“ eindeutig besser.

Ich kann mich deiner Meinung nur anschließen.
Bei "Mieses Karma" hat finde ich die Mischung einfach perfekt gestimmt. Es war schräg, überdreht aber trotzdem noch zum Schreien komisch.
Hier wurde der Bogen einfach überspannt.....

Nachdem ich mittlerweile sowohl "Mieses Karma" als auch "Jesus liebt mich" gelesen hab, möchte ich mich hier mal outen: Mir gefällt "Jesus liebt mich" besser. Ich fand die Geschichte um Marie viel witziger; musste einige Male laut lachen. Klar ist die Erzählung seeehr überzogen, aber das ist die Ameise wohl auch. Trotzdem sind beides lesenswerte Bücher und ich bin schon gespannt, was Safier aus Shakespear macht...

???????? echt????? das hat dir besser gefallen, also ich bin damit nicht so richtig zurecht gekommen..... mir war das alles eine Spur zu dick aufgetragen.
Aber eins steht mal fest, der arme Shakespear wird sicher so einiges über sich ergehen lassen müssen..... ich glaub, da kennt Safier kein Erbarmen....