Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet

Ich_w__nsche_mir.jpgEin Flirt, der durch den Blick auf das Handy zerstört wird, ein Mann, der aufhört fremdzugehen, weil die Alimente so teuer geworden sind, einst Liebende, die sich erst wiedersehen, als es bereits zu spät ist - in zwölf Kurzgeschichten erzählt Anna Gavalda Trauriges, Tragisches, Lustiges, ihr ist nichts Menschliches fremd.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ein von mir in Bregenz in einem Zimmer mit vier Erwachsenen und drei Kindern (welche mich aber kaum ablenken konnten) gelesenes und somit als ideales Urlaubsbuch erkanntes Werk von Anna Gavalda. Sie lesen sich gut, die in Ich-Form erzählten Geschichten ihrer Protagonisten. Man begleitet sie in wichtigen Situationen ihres Lebens, oft gibt es überraschende Wendungen.
Eine Empfehlung meinerseits.

Während er ihn auf meine nackten, gefälligen und seidenweichen Schultern legt, findet er die notwendige halbe Sekunde und die perfekte Kopfneigung zur Innentasche seiner Weste, um einen Blick auf das Display seines Handys zu werfen.
Mein Kopf ist wieder klar. Mit einem Schlag.
Verräter.
Undankbarer Kerl.
Unglücklicher, was hast du getan!!!
Wo warst du mit deinen Gedanken, als meine Schultern ganz rund, ganz warm waren und deine Hand ganz nah!?
Was schien dir wichtiger als meine Brüste, die sich deinem Blick darboten?
Wovon hast du dich ablenken lassen, während ich deinen Atem in meinem Rücken erwartete?

Seitenangabe für Zitat1: 
18

Eine andere Frau hat mich kennengelernt.

Seitenangabe für Zitat2: 
108
Verlag: 
Fischer
Auflage: 
10. Auflage
ISBN: 
978-3-596-15802-7

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