Ich war erst 13 - Die wahre Geschichte von Lon

13.jpgLon, ein junges Mädchen aus Thailand erzählt ihre Geschichte über ihr Schicksal in der Sexindustrie Thailands. Beginnend mit ihrer tragischen Familiengeschichte, der aussichtslosen Armut und der vielen Ungerechtigkeit. Um ihre Familie zu ernähren können, flieht Lon mit 13 Jahren aus ihrem Dorf nach Bangkok, in der Hoffnung dort einen Job zu finden. Sie verkaufte das Einzige, das sie hatte: ihren jungen Körper.
Dies war der einzige Ausweg, um ihr Überleben zu sichern und gleichzeitig ihre Schwestern vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren, indem Lon ihnen eine Schulausbildung finanzierte. Unbeschreibliche Dinge lässt Lon mit sich machen, nur um der Familie zu helfen... Ihr Weg führte Lon in europäische Länder, mit 15 folgte eine Abtreibung und ein Selbstmordversuch. Die Entschlossenheit, ihren Schwestern ein anderes Leben zu ermöglichen, gab ihr die Kraft weiter zu machen, egal wie hoch der Preis für ihr eigenes Leben auch war.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ich war - und bin immer noch - zutiefst schockiert darüber, in welcher Welt wir leben. Kann es wirklich so viel Ungerechtigkeit geben? Es ist furchtbar zu wissen, dass es tausenden von jungen Mädchen so wie Lon ergeht, und das nur, weil Geld die Welt regiert. Beamte, Politiker, sowie jeder, der Geld besitzt, kann tun und lassen was er will, ohne Rücksicht auf andere. Frauen werden nicht als Menschen anerkannt und sind ein Mittel zum Zweck. Jeder von uns sollte dieses Buch lesen, und dankbar sein, wie gut es uns geht und in welch heilen Welt wir leben.

Der Weg in die Sexindustrie ist für viele Mädchen aus dem Isan Realität und darf nicht ignoriert werden. In knapp einer Stunde hatte ich mehr verdient als in 12 Monaten mit dem Wischen von Fußböden, während ich in Armut gelebt habe.

Seitenangabe für Zitat1: 
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Antwort einer Frau eines thailändischen Bergstammes auf die Frage eines Journalisten, ob sie es bereue, ihre 14-jährige Tochter für 500 Baht (ca. 10 €) in die Prostitution zu verkauft haben: "Ich bedaure nur, dass ich nicht um mehr gebeten habe."

Seitenangabe für Zitat2: 
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Kinder sind in Thailand nirgendwo sicher: weder in der Schule noch in den Händen der Polizei. "Mindestens 1x pro Woche wird ein Schüler von einem Lehrer missbraucht. Die meisten Fälle beinhalten eine Vergewaltigung..." Das gleiche gilt für die Polizei, die uniformierten Beschützer der Menschen. Sie verlangen Schmiergelder, Geschenke und kostenlosen Sex von Mitarbeiterinnen in Massagesalons, von Bettlern und unschuldigen Autofahrern, sie vergewaltigen Schulmädchen - es gibt im Grunde kein Verbrechen, vor dem sie nicht zurückschrecken.

Seitenangabe für Zitat3: 
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Verlag: 
Schwarzkopf & Schwarzkopf
Auflage: 
Genehmigte Lizenzausgabe
ISBN: 
978-3-89602-798-6