Ich bin Sehnsucht - verkleidet als Frau. Gedichte. Zweisprachige Ausgabe

Ich_bin_Sehnsucht.jpgGeprägt von einer Leidenschaft, die alle Lebensbereiche von der Erotik bis zur Politik umfasst, sind diese Gedichte Gioconda Bellis erneut beredtes Zeugnis ihrer poetischen Kraft.

»Ich bin Sehnsucht – verkleidet als Frau« zeigt uns die Dichterin als reife Frau. Immer hat sie sich eingelassen auf das Leben, hat sich ergreifen lassen vom Schmerz und von der Freude, und so ist es auch hier: Ihre neuen Gedichte spiegeln die ganze Fülle von Empfindungen ihrer weiblichen Gegenwart, vom Abschiedsschmerz über Lust und Genuss bis hin zur Rebellion und der Gier nach dem Leben.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ich bin wirklich kein großer Lyrikfan, muss ich zugeben, aber diese Gedichte und auch alle anderen von Gioconda Belli haben etwas, das mich zutiefst berührt.
Einerseits liebe ich die bildhafte Sprache, die nie ins Kitschige abgleitet und andererseits die unglaubliche Kraft und Authentizität dieser Gedichte, bei denen man spürt, das jedes aus dem Innersten dieser interessanten Frau mit ihrer beeindruckenden und bewegten Lebensgeschichte kommt.

Verlag: 
Dtv
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3423133753

Kommentare

Da steckt ein Körper, der geboren werden will,
in meinem Körper,
der unerreichbare, schöne, aufrechte Körper des jungen
                                               Mädchens, das ich war,
das ich weiter bin, wenn ich die Augen schließe
und mich weigere, in den Spiegel zu sehen.

Die Produktbeschreibung ist wörtlich dem Internetauftritt des Verlages entnommen ohne das korrekt zitiert worden ist !
http://www.dtv.de/buecher/ich_bin_sehnsucht_-_verkleidet_als_frau_14142.html?show=leserstimmen

Ist das die moderne Art junge Leute zum Plagiat zu überreden ? oder nur Faulheit ?

rotbart

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Du solltest lieber die Gedichte lesen, als hier auf I-Tüpferln herumzureiten und uns zu belehren, vielleicht wäre Dein Leben dann etwas bunter???

Diebstahl geistigen Eigentums ist kein Kavaliersdelikt und zu der häufig strapazierten Vorbildfunktion ist Ehrlichkeit unverzichtbar

Vielleicht sollte wir ein tedesplag eröffnen Smile

rotbart

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Du lieber Himmel.... da ist man mal ein paar Tage auf Urlaub und dann wird man schon des Plagiates bezichtigt....
Bitte mein Vergehen zu entschuldigen.... es war weder ein Versuch, junge Leute zum Plagiat zu überreden noch Faulheit...... eher menschliche Unachtsamkeit meinerseits, kommt nicht wieder vor ;o)))
 
Ich hoffe, die Leser hier konnten sich an dem Gedicht, welches ich dem obigem Buch (S. 149) entnommen habe, trotzdem erfreuen.

Ich leide an einer Traurigkeit aus Blättern,
die der Wind gegen die geschlossene Tür weht.
 
Es ist Herbst und das Laub wirbelt auf.
Als würden alle leeren Tage des Lebens
sich im Garten anhäufen und ihre Vergeudung rascheln.
 
Ich erinnere mich der Leidenschaft.
Die Zeit, als das Verbotene oder Unmögliche
mich versuchte.
Als ich Saltos ohne Netz schlug
oder Pantherkäfige betrat,
dachte, das Leben bändigen
oder die Geschichte verändern zu können.
 
Die Zeit des Verlangens kennt keine Scheu
und erst recht nicht die Vorsicht.
 
Vor meinem Fenster lässt der Wind die Zweige
in ihrer Nacktheit beschämt zurück.
Kommt der Augenblick, in dem man die Entblößung akzeptiert?
Auf den Hof gehen, die abgefallenen Blätter fegen
und sich auf den Winter vorbereiten kann?
Wie viele Jahreszeiten genügen für ein Leben?
Wie viele tote Blätter?