Gespräch mit einem Vampir

Gerade erst fünfundzwanzig Jahre alt ist der hübsche, begehrenswerte Louis, als er im New Orleans des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts zum Vampir wird - "gezeugt" von Lestat de Lioncourt, dem unbelehrbaren Rebellen unter den Vampiren, dem gefallenen Engel mit den blauen Augen und dem blonden Haar. Und Lestat wird für Louis zum geliebten Lehrmeister, der ihn in die Welt des Übersinnlichen einführt. Gemeinsam machen sie sich auf eine Reise durch die ganze Welt, auf der Suche nach anderen Untoten, nach Gefährten und Abenteuern in der ewigen dunklen Unsterblichkeit.

Meine Gedanken zum Buch: 

Für mich war dieses Buch der Beginn meiner Leidenschaft für Vampirbücher. Mittlerweile habe ich hunderte davon, die meisten in Englisch - grausliche, lustige, intelligente, simple unterhaltsame.... alles, was das Vampirjägerherz begehrt. Ich nenne dieses Buch hier stellvertretend für die folgenden Romane, von denen es jetzt bereits 7 oder 8 gibt, die zum Teil dann auch mit Anne Rice's Mayfair Hexen überlappen, was für wahre Anne Rice Fans ganz witzig ist. Dieses Buch und das nächste ("Der Fürst der Finsternis") sind sicher die besten der Serie, denn dann wird's oft recht verwirrend und auch ziemlich abgehoben, wenn z.B. Lestat Himmel und Hölle besucht... Aber dieses Buch ist einfach das, was man leicht und gerne liest. Unterhaltsam, sehr sorgsam gezeichnete Charaktere, spannend, auf einem guten Niveau intelligent, ... kann man allen empfehlen, die sich gern in eine Fantasiewelt begeben. Nicht schlecht auch der Film mit Brad Pitt, Tom Cruise, Kirsten Dunst (als die ewig kindliche Claudia) und Christian Slater, sowie Antonio Banderas in einer Nebenrolle als Armand.

Verlag: 
Goldmann
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3442410156

Kommentare

Endlich jemand der meine absolute Leseleidenschaft teilt.
Interview mit einem Vampir war auch mein erstes Vampirbuch. Ich bin allerdings bei Anne Rices Vampirromanen geblieben.
Am meisten beeindruckt hat mich damals der Teil in dem Luis mit Claudia durch alle möglichen Gegenden Europas zog. Ich hab mich damals wirklich gefürchtet, dass ein Vampir zu mir kommen könnte. Dieser Teil hat mir im Film total gefehlt. Was mir an den einzelnen Vampir-Romanen am besten gefällt, ist der Bezug zu den anderen Romanen und das ein paar Personen und Organisationen sich beinahe durch alle Werke von Anne Rice ziehen. Was mir auch besonders gut gefällt - nein man merkt nicht, dass ich ein Anne Rice Fan bin Wink - ist die blumige Sprache die Anne Rice pflegt. Die teilweise schon ziemlich geschwollene Sprache ist genau das richtige für mich.
Weil du auch den Roman "Memnoch der Teufel" ansprichst: Das Buch hat, obwohl Fiktion, mich sehr zum Nachdenken über die Religion mit der ich aufgewachsen bin angeregt, und ich kann den Gedanken Lestats während und nach seiner Tour mit Memnoch sehr viel abgewinnen.
Andreas
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Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

-- Andreas --

... so ein Vampirfan bist, solltest Du Dich wirklich mal über die Anne-Rice-Grenzen hinauswagen. Man sollte nicht glauben, was es da alles zu entdecken gibt. Von supergrauslichen (á la "Necroscope" von Brian Lumley - haben mir garnicht gefallen), zu philosophischen wie "I am Legend" von Richard Matheson zu zauberhaften, lustigen, traurigen, historischen, (sehr) erotischen (á la Anita Blake Serie von Laurell K. Hamilton) ....
Nicht alle etsprechen in ihrer Qualität der Schreibweise von Anne Rice, aber oft ist einfach die Story so witzig, dass man damit leben kann.
Wenn man bei Amazon stöbert, kann man unter "Horror" in die eigene Kategorie "Vampire" gehen, und da findet man alles, was das Herz begehrt. Vieles allerdings nur auf Englisch.
Mit war "Memnoch the Devil" einfach zu esoterisch, das liegt aber an meiner Grundeinstellung, nehme ich an. Anne Rice hat ja in ihren Büchern auch den Verlust eines Kindes verarbeitet, und da ist diese religiöse Komponente sicher ein Resultat davon.
Hast Du die Mayfair-Romane auch gelesen? Die haben mir auch sehr gut gefallen.

Das Buch hab ich leider nicht gelesen, aber vielleicht werdeich das doch noch nachholen. Den Film hab ich gesehen und ist für mich der BESTE Vampirfilm schlecht hin!
Und ich hab dennoch schon einige Filme gesehen. Ich werd mal die Bücher ausprobieren.
 

... hab ich auch gelesen.
Der letzte Band "Taltos" war für mich schon sehr seltsam - trotzdem sehr fasziniert 3x gelesen.
In "Blackwoodfarm" - das zuletzt erschienene Taschenbuch der "Vampirtrilogie" - das nächste folgt ja angeblich im März - war es total aufregend für mich, dass die beiden Erzähllinien frontal aufeinander treffen. Mona Mayfair die auch schon in Taltos vorkommt (wenn ich mich recht erinnere), trifft auf den jüngsten Vampir...

Andreas
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-- Andreas --