Gedichte vom südlichen Ende der Couch

Gedichte_vom_s__dlichen.jpgKlappentext: "Ich haßte Dichter und ich haßte Gedichte und fing an Gedichte zu schreiben. Und eines Tages sah ich mich um und war in Hamburg, Germany, und vor mir saßen mehr als tausend Leute, in den Sitzreihen, in den Gängen, sogar im Dachgebälk. Ich las ihnen Gedichte vor, und sie nahme es mir ab"

Meine Gedanken zum Buch: 

"Gedichte vom südlichen Ende der Couch" ist meine erste Begegnung mit diesem Autor.... Bukowski`s Gedichte sind (sofern man sie als Gedichte im gewohnten Sinn bezeichnen kann) sehr männlich, sehr direkt, verraucht... oft fast ein bisschen roh.
Für mich lesen sie sich auch nicht wie Gedichte... es fehlt die Poesie... der Rhythmus, den man so gewohnt ist ... eher wie Momentaufnahmen aus seinem Leben... das anscheinend sehr ausladend war.... ich muss gestehen... dieses Büchlein fordert mich.... man muss erst mal damit warm werden... auf Tuchfühlung gehen..... der Großteil dieser "Erzählungen" ist für mich sehr gewöhnungsbedürftig... und doch... nach öfterem Lesen... find ich Fallen an dem einen und anderen....

Auszug aus "Platonisch":
Naja, wie man so schön sagt:
Sex ist nicht alles. Der Mensch
hat ja auch noch eine Seele.
Ich ging zurück in meine Bude
und überlegte, wo ich meine
gelassen hatte.

Verlag: 
Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co KG
Auflage: 
deutschsprachige Ausgabe 1984
ISBN: 
3-423-10581-X