Further Tales of the City (Noch mehr Stadtgeschichten

Further_Tales_of_the_City.jpgAls die höhere Tochter DeDe Halcyon Day auf Umwegen und mit einer ganzen Schiffsladung von schwulen und lesbischen Kubaflüchtlingen aus Guyana nach San Francisco zurückkehrt, fangen ihre Probleme erst richtig an: Sie muß einen Psychopathen zur Strecke bringen und gleichzeitig die sensationslüsterne Presse im Zaum halten. Dazwischen macht sich Michael Tolliver beim schwulen Rodeo in Reno auf die Suche nach der Liebe, verknallt sich die Klatschkolumnistin Pru Giroux in einen Penner, hält Brian Hawkins um Mary Anns Hand an und sperrt die Vermieterin Anna Madrigal eine Fernsehreporterin im Keller ein . . .

Meine Gedanken zum Buch: 

Der dritte Teil der "Stadtgeschichten" war für mich eher eine Enttäuschung. Einfach so hat der Autor fünf Jahre vergehen lassen, die Hauptfiguren haben einiges erlebt, das wir in Rückblende erfahren, aber nicht in der üblichen Detailliertheit und ohne diese feine Ironie, mit der Maupin den Zeitgeist der späten 70er so gut rübergebracht hat.

Die Geschichte ist zwar spannender und aufregender als ihre beiden Vorgänger, dafür ist  dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass man sich fragt, warum das wohl sein musste. Ich hätte gut damit leben können, wenn Mary Ann, Michael & Co halbwegs glaubhafte Dinge erlebt hätten, die vielleicht emotionaler aber dafür weniger absurd gewesen wären.

Ich hab gehört, dass Teil 4 wieder besser und Teil 5 überhaupt der beste der Serie sein soll, somit werde ich wohl weiterlesen. Sonst hätte ich mit diesem Buch die Reihe enttäuscht beendet.

Verlag: 
Black Swan
Auflage: 
New Edition
ISBN: 
ISBN-13: 978-0552998789

Kommentare

Hallo
ich wundere mich ja immer wieder über Ihre Schnell-Lesetechnik => 4...5 (Hör)Bücher auf einmal und an einem oder 2 Tagen lesen und kommentieren, da käme ich weder zum Schlafen noch zum Arbeiten Lol
diese Ihre Kritik
".........dafür ist  dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass man sich fragt, warum das wohl sein musste. Ich hätte gut damit leben können, wenn Mary Ann, Michael & Co halbwegs glaubhafte Dinge erlebt hätten,...."
habe ich schon öfter gehört und sie ist RICHTIG, das Ganze ist ja  zunächst eine Zeitungskolumne (daher wohl auch die kurzen Kapitel), die dann zu Büchern zusammengesetzt wurden - mehr Slapstick - Satire, denn Literatur . Will' sagen keine Kunst - aber einträglich, was deutlich an den  mehr als 6 Mio Exemplare zu sehen ist. Damit sehe ich meinen Satz bestätigt :
Es gibt keine schlechten Bücher - es gibt nur unfähige Autoren
Fröhlich Schnelllesen noch !
RKR
P.S. Ich habe nach Durchsicht alter Kolumnen garnicht erst angefangen den Autor zu lesen.

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Wenn Sie hier öfter mitlesen würden, hätten Sie gesehen, dass ich alle Folgen der Stadtgeschichten bei den Buchpatenschaften von Inga Wendt kommentiert hatte. Da diese jedoch ihre Patenschaften gelöscht hat, habe ich sie einfach selbst übernommen. Also sparen Sie sich bitte Ihre ätzenden Kommentare.
 
Was die Stadtgeschichten sind, kann ich sicher besser beurteilen als Sie, weil ich sie immerhin gelesen habe und mich prinzipiell mit der Literatur beschäftige, die ich mir zu Gemüte führe. 

Hallo

wieso ätzender Kommentar - ich habe Sie doch ob Ihrer Geschwindigkeit bewundert !

Nun aber stelle ich fest
Zitat-------------------
Da diese jedoch ihre Patenschaften gelöscht hat, habe ich sie einfach selbst übernommen. Also sparen Sie sich bitte Ihre ätzenden Kommentare.
---------------Zitat-----

Ähem, wie war das bei dem Freiherrn von und zu Gutenberg , da ging es auch um "einfach übernehmen" (ohne zu zitieren), wenn "einfach übernehmen" zur korrekten Kommentierung gehört, dann könnte ich auch viele Bücher jeden Tag hier einstellen !

und nochmals ich kann nicht erkennen warum Sie so aufgebracht sind, ich fand Ihren Kommentar doch richtig, er bestätigte meine Meinung über eine Story die ich mal gesehen hatte.

Eine ernsthafte Frage könnte man hier diskutieren, nämlich die Frage ob dies wirklich Literatur ist oder ob es Trivialliteratur ist ? Trivial oder Schemaliteratur ist ja nicht zur Weiterentwicklung der Literatur gedacht, sondern vor allem für den Umsatz geschrieben sogenannte BESTSELLER. Es sind also MASSENARTIKEL, ausgelegt auf die breite Masse der Konsumenten zur schnellen Umsatzgenerierung !

Mit Literatur im Sinne von Schiller, Goethe, Oscar Wilde etc. hat das wenig zu tun, und von Karl May mit einer Auflage von weit mehr als 200 Millionen Bänden ist es weit entfernt.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, natürlich ist es kein Problem Trivialliteratur zu lesen und zu beschreiben, ich selbst lese z.B. Ken Follet, Arthur Hailey u.a. das Englisch stellt keine großen Ansprüche, es ist spannend und nett und glatt geschrieben - wie ein alter Hollywoodfilm und das Ende wird positiv sein; und um auf deutsche Trivialliteratur zu kommen, natürlich habe ich auch Karl May in meiner Sammlung und gelesen(!) Nur käme ich nie auf den Gedanken so etwas als Literatur zu bezeichnen.

Wenn man über amerikanische Literatur nachdenkt, dann kommt man eher zu Werken wie The Catcher in The Rye (Salinger) , Last Exit to Brooklyn (Selby) oder auch Death in the Afternoon !
Wobei man bei der Kurzgeschichte The Old Man and the Sea (Hemmingway) auch durchaus von einem Bestseller reden kann, da die Story in wenigen Tagen millionenfach verkauft wurde, trotzdem ist diese Kurzgeschichte nachhaltig gewesen und geblieben und in der Nobelpreis Laudatio besonders hervorgehoben.

Fazit : Nicht alles was sich gut verkauft ist Literatur, ABER Literatur besteht in 100 Jahren noch und MANCHMAL verkauft sie sich auch gut

RKR

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Nur zur Richtigstellung: ich habe nicht die Texte von Frau Wendt übernommen, sondern die Patenschaften für die "Stadtgeschichten", von denen ich jede selbst formuliert habe.
Aber es ist eh müßig, mit Ihnen zu diskutieren.
Ich habe auch keine Lust, auf Ihre konservativen Anschauungen bezüglich Literatur einzugehen.
Am besten ist, Sie lassen mich einfach in Ruhe und ersparen mir zukünftig Ihre Spitzfindigkeiten und auch Ihr sogenanntes Lob.