Fisch aus Gold

Laila heißt auf Arabisch die Nacht, und die dunklen Seiten der Welt erfährt die junge Afrikanerin ohne Wurzeln und Identität auf ihrer Odyssee durch Frankreich und Amerika. Eine bewegende Geschichte einer illegalen Einwanderin. Literatur-Nobelpreis 2008 für den Autor

Meine Gedanken zum Buch: 

Ein ruhiger Roman der ohne Schnick-Schnack die Erlebnisse einer Entwurzelten schildert, die Ständig auf der Suche ist und von der Welt enttäuscht wird. Er drückt gar nicht auf die Tränendrüse, sondern vermittelt einen kalten Eindruck, so wie es wahrscheinlich in dieser Situation sein wird.

Als ich sechs oder sieben war, wurde ich geraubt.

Seitenangabe für Zitat1: 
9

Ich redete, und die Tränen rannen mir noch immer übers Gesicht. Ich kann nicht sagen, es war das erste Mal. Noch nie hatte ich wegen irgendetwas geweint, nicht einmal, wenn Zohra mich kniff, bis ich blutete.

Seitenangabe für Zitat2: 
23

Denn ich betrachtete vor allem die Gesichter. Wie bei den Hunden gab es auch da ganz unterschiedliche. Fette, alte oder junge, scharf geschnittene, ganz blasse Gesichter, wie Kalkerde, und ganz dunkle, die noch schwärzer waren als meins, mit Augen, die von innen her erleuchtet zu sein schienen.

Seitenangabe für Zitat3: 
97
Verlag: 
Kiepenheuer & Witsch
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978-3-462-04117-0

Kommentare

geschrieben, man lebt so richtig mit. Wie Du es sagst Alexandra, es wirkt kühl, aber eben eine solche Situation kann man nicht anders beschreiben.
Ich fand es sehr gut, dass wieder einmal jemand aufzeigt, was schwarzhäutigen Mädchen alles passieren kann. Freiwild?
Mit Recht Buch desJahres 2008, denke ich.

Genau Freiwild, das trifft es wirklich. Unglaublich, dass es wirklich so sein kann. Als wäre die Welt nur auf eines reduziert: Ausbeuten, meine Befriedigung finden...wie und auf welche Kosten egal. Regt zum Nachdenken an und schmeißt so manche Illusion über Bord.