Fähnrich Hornblower

Keiner an Bord des englischen Linienschiffes "Justinian" würde dem jungen Fähnrich Horation Hornblower eine steile Karriere in der Marine Ihrer Majestät voraussagen. Schon der erste Seegang zieht ihn in arge Mitleidenschaft.
Aber bald gewinnt er mit schneller Auffassungsgabe und Wagemut die Achtung der Mannschaft.
Und so wird ihm eine gefährliche Aufgabe übertrage: Mit nur vier Ma muss er eine gekaperte französische Brigg zur englichen Küste bringen.
Der aufstand der französischen Besatzung und ein Leck im Schiffsrumpf lasen diese Fahrt zu einem Wettlauf mit dem Tod werden. Nur mit allerletzter Kraft kann Hornblower seine Mission beenden und wird zum Leutnant befördert.

Meine Gedanken zum Buch: 

Also zuerst einmal, dieses Buch wird auf normalem Weg kaum noch erhältlich sein. Es hat Jahrgang 1952 und wird sich höchtens noch in Antiquriaten oder Flomärkten finden lassen.
Aber wer Abenteuerromane liebt und vielleicht noch einen hang zur nautischen Welt hat, für den lohnt sich eine stöberreise in solchen staubigen Welten.
Es gab  von C.S. Forester  elf  Romane über Horatio Hornblower und sie erschienen in gebundener oder Taschenbuch Ausgabe.
Zum Buch:
Es ist ein spannender detalierter Abenteuerroman mit einer sehr flüssigen schönen Sprache. Er ist mit vielen nautischen Begriffen gespick, aber am Schluss des Buches gibt es ein Erklärungsliste. Man kommt schnell mit den begriffen zu gange.
Der Held der Geschichte ist ein eher dürfdiges Kärlchen der aber durch seine Besonenheit, Loialität und Wagemut besticht. Er wird als überaus selbstkritisch dargestellt. Also kein Super-macho- held wie in anderen Romanen.
Der Roman ist realitätsnah und hat nicht mit Segelschiffsromantik am Hut. Rein vom geschichtlichen und nautischen Hintergrund ist er gut recheschiert.
Ich finde ihn Unterhaltsam spannend und intressant, und in der jetzigen Zeit da historische Romane Mode sind sehr aktuell.

Der Neuling war in eine schlecht sitzende Unifom gekleidetet, die von den Spritzern vollkommen durchweicht war. Sein magerer Hals kroch aus seiner hohen Halsbinde empor und über ihm stand ein weisses, knochiges Gesicht.
Ein weisses Gesicht war an sich schon eine Seltenheit auf dem Deck eines Kriegschiffes, desen Besatzung beinahe bis zu dunklen Mahagonitönen von der sonne verbrannt war.
Dieses Gesicht war aber nicht nur weiss, denn in hohlen Wangen war ein leichter, grünlicher Schimmer zu erkennen.
Es war klar, dass der Neuling auf seiner Fahrt in der Mietjolle seekrank geworden ist.

Seitenangabe für Zitat1: 
67

Sein eifriges Lesen geschichtlicher Werke hatte ihm von vielen kleinen Überfällen in manchen Kriegen berichtet, die gegen die Küste Frankreichs gerichtet worden waren. Obwohl er wusste dass sie einmal von einem Staatsmann der Oppositio als einwerfen von Fenstern mit Guineas bezeichnet worden waren, hatte er sich doch bereitgefunden, sie grundsätzlich zu billigen, da damit eine Auseinanderziehung der französichen Kräfte erzielt wurde.

Seitenangabe für Zitat2: 
160

Sie musten arbeiten oder sterben. Sie waren erstaunt, dass es um sie herum bereits begann, dunkel zu werden, und sie mussten sich sofort entscheiden, was jetzt zu tun war. Die Männer an den Riehmen waren nicht mehr in der Lage, noch länger zu pullen. Wenn sie versuchten, in die sandige Buct, vor der sie ausgelaufen waren, zurückzukommen, dann würden sie sowohl von der Nacht als auch von Erschöpfung überwältigt werden, wered sie immer noch zwischen den gefährlichen Felsen vor der Küste herumtrieben.

Seitenangabe für Zitat3: 
330
Verlag: 
Fritz Mardick Verlag Hammburg- Poppenbüttel
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN keine Angaben