Ein unmoralisches Sonderangebot

Sehr ärgerlich: Seine Söhne haben die dreißig schon überschritten, aber immer noch ist kein Enkelkind in Sicht. Fritz, verwitwet, tyrannisch und außerordentlich geizig, ist eine Plage für die Schwiegertöchter. Und dann scheint der alte Herr völlig verrückt geworden: Damit die Söhne endlich begreifen, was sie an ihren Frauen haben und wie gut sie zueinander passen, sollen sie ein halbes Jahr die Partner tauschen. Die verträumte Olivia zieht einfach mal zu Oliver ins schicke Stadtappartment, die ehrgeizige Evelyn zu Stephan in die alte Gärtnerei. – Damit alle bei diesem absurden Spiel mitmachen, winkt Fritz mit Geld. Mit viel Geld ...

Meine Gedanken zum Buch: 

Frauentausch einmal anders - einzige Bedingung: Wohnungstausch und Treff- bzw Sprechverbot nach 18 Uhr. Damit bekommt der Tausch etwas witziges Smile Kerstin Gier schafft es, dieses Thema amüsant zu beschreiben und nicht in den üblichen "Serienquatsch" abzutriften. Und das Ende ist zwar vorhersehbar, aber durchaus nett entwickelt.
 
Ein Buch zum entspannen auf der Lesecouch und ganz mein "Relax-Stil" Smile

"Aber sie ist nicht die richtige Frau für Stephan", sagte Fritz. "Die beiden sind so verschieden wie Tag und Nacht. Und obwohl sie schon seit 10 Jahren verheiratet sind, gibt es immer noch keinen Nachwuchs. Ebenso wenig wie bei meinem Ältesten. Ich frage mich manchmal, ob die jungen Leute von heute überhaupt wissen, wie man das macht: Nachwuchs zeugen!"

Seitenangabe für Zitat1: 
9

Ich fand es immer schwierig, die Finger von ihm zu lassen, wenn wir allein waren. Jetzt waren wir annähernd 10 Jahre verheiratet, und es verging immer noch kein Tag, an dem ich nicht darüber staunte, dass dieser wunderschöne, perfekt und kluge Mann ausgerechnet mich, Oliva Przbylla mit den klodeckelgroßen, erdigen Händen und den Blumenkohlhaaren geheiratet hatte. Es war ein Wunder - mein persönliches Wunder. Konnte ich wirklich das Risiko eingehen und ihn 6 Monate lang mit einer Frau wie Evelyn zusammen wohnen lassen? Würde er dann nicht mit der Nase darauf gestoßen, wie perfekt ich eigentlich war?

Seitenangabe für Zitat2: 
69
Verlag: 
Lübbe
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
78-3-404-26907-5