Ein gelungener Scherz

Ein erfolgloser Autor träumt vom großen Ruhm. Wie ein böser Streich sich letztlich als Glücksfall für den sensiblen Dichter entpuppt - davon erzählt Italo Svevo auf vergnügliche Weise in seiner teilweise autobiographischen Erzählung "Ein gelungener Scherz".

Meine Gedanken zum Buch: 

Erfolglose kann man leicht auf die falsche Fährte locken. Mit einem Angebot, dass den grossen Erfolg verspricht. Gefangen in seinen eigenen Gedanken, blockiert für das Naheliegende, träumt man sich in eine erfolgreiche und geldeinbringende Welt. Den Traum vom Erfolg träumt man gerne. Frei nach David Byrne: Lüg mich an, lüg mich an, ich will die Wahrheit nicht wissen.

Nun ergeht es einem bei der Lektüre eines Wörterbuchs nicht viel anders als bei einer Autofahrt über einen Sturzacker, und um das Unglück vollzumachen, fand Mario auf dieser Seite einen Hinweis, dem er entnahm, daß er sich an einer andern Stelle seines Romans im Gebrauch eines Hilfsverbs geirrt hatte.

Seitenangabe für Zitat1: 
79

Kurz, es war einer jener Bäuche, die man in Deutschland, wo man es doch wissen muß, der Wirkung des Biers zuschreibt.

Seitenangabe für Zitat2: 
43

Vielleicht würde Mario sogar Humor genug besitzen, um über den Scherz zu lachen. Das war allerdings wenig wahrscheinlich, denn Leute, die den Ruhm lieben, können im allgemeinen nicht lachen.

Seitenangabe für Zitat3: 
94
Verlag: 
insel taschenbuch
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
3458345086