Ein Käfig voller Mädchen

1959 ist das Jahr in dem sich wieder ein neuer Jahrgang in Miss Pratts Schule für höhere Töchter trifft. Gemeinsam erleben die Mädchen die Irrungen und Wirrungen des Erwachsenwerdens - in einer Zeit, als auch die Gesellschaft einen tief greifenden Wandel erfährt. 15 Jahre später treffen sich die Freundinnen wieder, und nun wird klar, wessen Träume sich erfüllt haben und wer gescheitert ist...

Meine Gedanken zum Buch: 

Es war mal interssant, in die Welt der höheren Töchter hineinzuschnuppern und wie so eine Jugendzeit in den 60ern und 70ern ausgesehen haben kann. Zum Teil kam mir manches bekannt vor, obwohl es in meiner Internatszeit Gott sei Dank nicht mehr so kasernenhaft zuging. Erschreckend aber fand ich es, wie ausschweifend Lebensstile sein können und vor allem bei den jungen Damen und ihren gleichaltrigen männlichen Begleitern! Man hatte das Gefühl, dass sie gar nicht mehr wussten, wie sie sich noch aufführen sollten - Alkohol, Zigaretten, Drogen, Sex, Zerstörung - alles egal, denn mit Geld ist ja alles wieder hinzukriegen. Erinnert mich verdammt an eine blonde Hotelerbin aus Amerika ... Nur der Schluß rückt dann alles wieder ein wenig in eine andere Relation, denn eine der Freundinnen kommt nicht mehr zum Klassentreffen, sie konnte trotz Geld keinen Platz für sich in der Welt finden. Das Zitat passt da gar nicht so sehr dazu, aber ich wollte es nicht unterschlagen. Ich finde den Gedanken zur Trauer, den ein Angehöriger eines Mädchens einmal äußert, total gut und ich möchte ihn mir nicht nur merken, sondern auch wirklich leben!

Zitate: 

Sechzig Prozent unserer Trauer um einen Verstorbenen ist sowieso nur Selbstmitleid. Die einzige Art, sich auf den Tod vorzubereiten, besteht darin, das einene Leben anzu- nehmen und gut zu finden.

Seite 333
Verlag: 
Weltbild
Erscheinungsjahr: 
2010
Auflage: 
Erstauflage
ISBN: 
978-3-86800-338-3