Ehrenwort

Ein halsbrecherischer Sturz bringt den fast 90-jährigen Willy Knobel ins Krankenhaus. Die Prognosen stehen schlecht, die Ärzte rechnen mit ein paar wenigen Wochen. Trotz der lauten Proteste seines Sohnes Harald setzt dessen Frau Petra es durch, dass der Alte bei ihnen zu Hause gepflegt wird. Lange würde es ja nicht mehr dauern. Dass Max mit seiner Vanille-Pudding-Kur es schaffen würde, den Großvater wieder auf Vordermann zu bringen, hätte keiner gedacht. Je besser sich der Umsorgte fühlt, desto mehr beginnt das Leben von Harald und Petra aus den Fugen zu geraten.
Während sich die beiden den Kopf darüber zerbrechen, wie sie den Störenfried ohne Aufsehen loswerden, bandelt Max mit der Pflegerin Jenny an. Doch die hat ein dunkles Geheimnis.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ein bisweilen lustiger Generationenroman mit kriminaltechnischem Touch. Interessanter Handlungsverlauf, der zum Teil auch eine gewisse düstere Stimmung hervorruft. Alles in allem aber ein unterhaltsamer und lesenswerter Roman!

Verlag: 
Diogenes Verlag AG
Auflage: 
Erstauflage
ISBN: 
978-3-257-06760-6

Kommentare

Ingrid Noll hat wieder einmal mit ihrem Krimi in das Schwarze getroffen. Schade, dass ca. nur alle 2 Jahre von ihr ein Werk erscheint.

 

Fertiggehört hab ich das Buch nur, weil Peter Fricke so gut liest, daher auch 2 Sterne, sonst wär's nur einer gewesen.
Das war ja eine fade Angelegenheit! Ein paar Tote machen halt eine Geschichte auch noch nicht spannend, und den berühmten schwarzen Humor konnte ich beim besten Willen nicht entdecken. Nur, weil eine Familie den alten Opa gern loswerden möchte, ist das noch lang nicht lustig, und wen bitte interessieren die Ehegeschichten eines ganz durchschnittlichen Paares, das den Hochzeitstag in einem Wellnesshotel verbringt, wo absolut nichts passiert, ausser dass die Frau sich einen neuen Pyjama kauft?
Noll hält ihre Leser auch für dumm oder fantasielos, sonst würde sie nicht alles und jedes bis ins Absurde hin erklären und beschreiben. So im Stile von "Der Alte wachte auf. Er war vorher eingeschlafen".... no na net, sagt der Wiener da genervt.
Ich mochte Nolls erste Bücher schon nicht, und leider hat sie sich für mein Empfinden in den vielen Jahren keinen Deut weiterentwickelt. Zeitveschwendung, würd ich sagen!