Die Totengräberin

Wenn einer den anderen betrügt, ist das Leben zu Ende. Das hat sie schon als Kind gelernt. Und deshalb steht ihr Entschluss fest: Sie kann ohne ihn nicht leben, aber sie kann vor allem mit ihm nicht mehr leben.Es ist ein warmer Sommermorgen in der Toskana. Heute soll er sterben. Sie hat alles vorbereitet, er wird nichts spüren. Jedenfalls nicht in den ersten Minuten.

Meine Gedanken zum Buch: 

Sabine Thiesler hat mit ihrem Roman „Die Totengräberin“ einen wahrlich packenden Thriller geliefert. Sie punktet mit höchster Spannung von der ersten bis zur letzten Seite dieses Buches und versteht es, den Leser derart zu fesseln, dass er diesen Roman nicht aus der Hand zu legen vermag. Auch dieses Mal spielt die Handlung in Italien und auch dieses Mal geht es um Mord. Magda und Johannes wollen nach einer Ehekrise ein paar schöne Wochen in ihrem Haus in der Toskana verbringen und wieder zu einander finden. Doch es kommt ganz anders, als von Johannes geplant. Magda ist nämlich keineswegs bereit, die Affäre ihres Ehemannes mit der schönen Carolina zu verzeihen und sie schmiedet einen teuflischen Racheplan. Als ihr Schwager Lukas, der Bruder ihres Mannes, zu Magda in die Toskana kommt, eskaliert die Situation und entsetzliche Dinge geschehen auf dem verträumten Landgut. Ich möchte hier an diesem Punkt mit der Beschreibung des Inhalts enden, um nicht zuviel zu verraten, kann aber „Die Totengräberin“ von Sabine Thiesler auf alle Fälle empfehlen. Die Spannung dieser Handlung finde ich spitze, die absolute Unglaubwürdigkeit des italienischen Kommisars Neri hat mir weniger gut gefallen. Sein Verhalten und auch das seiner Kollegen, die ihm diese unprofessionellen Vorgehensweisen bei seinen Ermittlungen durchgehen lassen, sind fern ab jeglicher Realität. Schade.

Verlag: 
Heyne
Auflage: 
unbekannt
ISBN: 
978-3-453-43275-8

Kommentare

Ich kann mich meiner Vorrednerin inhaltlich nur voll und ganz anschließen, obwohl mich die Glaubwürdigkeit des Kommisars weniger gestört hat als die von Magdas Schwager Lukas. Dass er auf dieses Spiel einsteigt, ist mir doch einigermaßen seltsam vorgekommen. Oder hat er nur mitgemacht, weil er Magda schon immer geliebt hatte, wollte er sie nicht aufregen oder so gar schützen? Darüber macht man sich als Leser eben so seine Gedanken.
Aber sonst wirklich ein selten guter Thriller!