Die Tore der Welt

die_tore_der_welt.jpgEngland im Jahre 1327. Wie jedes Jahr versammelt sich die Bevölkerung der Grafschaft Shiring in der Kathedrale von Kingsbridge um Allerheiligen zu feiern. Während dieser Feier schleichen sich vier Kinder unerlaubt in den Wald, nicht wissend, dass diese Tat ihr weiteres Leben entscheidend beeinflussen wird. Eines dieser Kinder ist bereits in jungen Jahren ein Genie, der zweite Junge entpuppt sich als Grobian, der ein unerschrockener Ritter werden will. Eines der beiden Mädchen wird eines Tages ihre Bestimmung als Ärztin finden und die vierte ist schon jetzt Diebin, lebt aber allein für die Erfüllung ihrer großen Liebe...

Meine Gedanken zum Buch: 

Das Buch ist fesselnd, es ist immer etwas los. Wem das Vorgängerbuch "Die Säulen der Erde" gefallen hat, wird auch Gefallen an diesem Buch finden.
...weitere Gedanken folgen...

"Wir können aber nicht warten", sagte Edmund. Caris fand, dass ihr Vater zu unverblümt war, doch das war nun einmal seine Art, und so schwieg sie. "Wir müssen sofort mit den Arbeiten an einer neuen Brücke beginnen", fuhr Edmund fort. "Holz nützt nichts; wir müssen aus Stein bauen. Das wird drei Jahre dauern - vier, wenn wir noch länger zögern."
"Eine Steinbrücke?"

Seitenangabe für Zitat1: 
240
Verlag: 
Gustav Lübbe Verlag
Auflage: 
Erstauflage
ISBN: 
9783785723166

Kommentare

Was mir bei Ken Follett auch hier wieder gefällt, ist die Genauigkeit seiner Recherchen. Durch seine exakten Beschreibungen versetzt er ins 14. Jahrhundert. Man bekommt eine Vorstellung vom damaligen Leben: Markttreiben, Brückenbau, Heilmethoden, Hexenprozesse, Klosterleben, Landwirtschaft, Krieg, Plünderungen, Hinrichtungen...
 
Trotzdem gefällt mir sein erstes Buch aus dieser Reihe "Die Säulen der Erde" am besten. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein paar Jahre älter geworden bin. Mir erscheint die Handlung von "Die Tore der Welt" manchmal vorhersehbar und unrealistisch. Zum Beispiel kann ein zum Tode Verurteilter bei seiner Verhandlung fliehen, da er seine Waffen trägt (vielleicht war man da im 14. Jahrhundert noch nicht so streng...).
 
Ich kann das Buch aber trotzdem als spannende Urlaubslektüre empfehlen - es ist nur etwas schwer zu transportieren, da es 1285 Seiten hat...
 
So weit ich weiß, gehören zu dieser Reihe noch "Die Pfeiler der Macht" und "Die Brücken der Freiheit". Für alle, die gerne historische Romane lesen.
 
lg, Gabi

Mich hat dieses Buch auch sehr angesprochen. Am meisten fasziniert bin ich bei Ken Follets "dicken Wälzern" immer davon, dass es trotz der über 1000 Seiten immer recht kurzweilig ist und ich mir nicht denke "puh, jetzt könnte dann aber bald Schluss sein." Dennoch fand auch ich "Die Säulen der Erde" etwas besser. Der Grund dafür ist aber glaube ich, dass das erste Buch (Die Säulen der Erde) von der Thematik her relativ neu war für mich und das zweite Buch (Die Tore der Welt) ja doch daran anschließt und somit nicht mehr ganz so faszinierend wirkt.
Gespannt bin ich schon auf die Verfilmung von Die Tore der Welt. Die Verfilmung von Die Säulen der Erde fand ich persönlich ja ganz gut umgesetzt.

Ich hab das Buch jetzt auch fertig gelesen und obwohl es so viele Seiten hat, hat es mir leid getan, dass ich am Ende angelangt war. Gerne hätte ich noch weitergelesen. Ich mag es, wie Ken Follett viele verschiedene Figuren miteinander verstrickt. Die "Guten" versuchen das Beste aus ihrem Schicksal zu machen und werden immer wieder von den "Bösen" unterdrückt, belogen, betrogen...
Zwischendurch hab ich mich dann schon geärgert, dass die Bösen mit ihren ganzen Manipulationen immer durchkommen und es auch schaffen zu immer mehr Macht zu kommen. Aber genau das macht natürlich dieses Buch so spannend.
Und dann ist da noch die mächtige Kirche mit den unglaublich mächtigen "Vertretern Gottes", die jeglichen Fortschritt verhindern und als Teufels Werk bezeichnen (erst recht, wenn dieser von einer Frau vorgeschlagen wird) und jeden Fehler bzw. jede Konsequenz einer Fehlentscheidung als "Gottes Wille" entschuldigen...
Aber genau das mag ich an dieser Geschichte. Ich hatte mich schon nach wenigen Seiten in die Geschichte eingelesen, bin dann tief eingetaucht, hab mich mitgefreut, mitgefürchtet, mitgeärgert und alles um mich vergessen.
Ich kann das Buch nur uneingeschränkt weiterempfehlen. Liebhaber historischer Romane werden auch dieses Buch mögen.

Also ich muss sagen, ich war ziemlich enttäuscht, ich hatte mir nach den "Säulen der Erde" mehr erwartet. Nach 300 Seiten hab ich wirklich überlegt, das Buch wegzulegen, aber da ich im Urlaub war und viel Zeit hatte, hab ich mich dann doch weiter durchgebissen. Irgendwann wurde es dann auch ein wenig spannender, und somit hab ich es nicht wirklich bereut, bis zum Schluss durchgehalten zu haben. Aber ehrlich gesagt wär mir auch nichts abgegangen, hätte ich es nicht gelesen.
Natürlich finde ich die genaue Recherche und die historischen Details auch bewundernswert, aber ich fand die Handlung recht öde und die Figuren waren mir zu platt. Die Guten waren SO gut, dass es schon fast getrieft hat, und bei den Bösen war's das Gleiche andersrum.
Und wenn dann ein Mann darüber schreibt, dass eine Frau vergewaltigt wird und dabei ein "warmes Gefühl in den Lenden" spürt, da krieg ich einen Schreikrampf. Das kommt gleich 2x vor, beim ersten Mal war sie sogar noch Jungfrau. Das find ich einfach nur dumm und grauslich, Follett hätte sowas doch wirklich nicht nötig, es reichen die faden Softsex-Szenen, ohne die das Buch auch gut ausgekommen wäre. Aber irgendwie muss man ja auf 1.300 Seiten kommen...
Sehr anschaulich fand ich die Beschreibungen des Kriegsgeschehens in Frankreich und der Auswirkungen der Pest. Und Caris' Bemühungen der Emanzipation. Vielleicht wollte Follett da den Blödsinn mit dem "warmen Gefühl" wieder gut machen, indem er eine starke Frauenfigur eingeführt hat.
Wie auch immer, wenn man "Die Säulen der Erde" gelesen hat, kommt man um dieses Buch nicht herum, und wenn man es großzügig betrachtet, kann man sich auch ganz gut dabei unterhalten. Für sich allein würde ich es aber nicht weiterempfehlen.