Die Therapie

Therapie.jpgKeine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird...

Meine Gedanken zum Buch: 

Wenn man die Zeit hat, ist "Die Therapie" ein Buch, dass man aufschlägt und erst wenn man es gelesen hat, wieder zumacht.
Man kann zwar schon am Anfang das Ende ein wenig erahnen, trotzdem ist die Spannung durchgehend garantiert. 
Manche Seiten lassen den Puls deutlich höher schlagen.
Ich kann Sebastian Fitzek nur zu diesem Buch gratulieren.

"Wie fühlen Sie sich unmittelbar nach der Tragödie?"
"Ich war tot. Zwar atme ich noch, ich trank auch und aß hin und wieder. Und ich schlief manchmal sogar ein bis zwei Stunden am Tag. 
Aber ich existierte nicht mehr. Ich starb an dem Tag an dem Josephine verschwand."

Seitenangabe für Zitat1: 
26

"Meine beste Freundin feierte im Festsaal des Hotels "Vier Jahreszeiten" im Grunewald ihren vierzehnten Geburtstag. Ich war auf dem Weg zur Toilette und musste dabei durch die Hotellobby. Auf einmal war sie da. Sie stand direkt an der Rezeption"
Wer?"
"Jullia"
"Wer ist Julia?"
"Sie. Julia. Eine der Frauen aus meiner Kurzgeschichte, die Hauptperson in der Eröffnungssequenz."

Seitenangabe für Zitat2: 
47

"Ich weiß nicht wovon Sie reden Doktor."
"Ist das ein Scherz? Sie selbst haben mich doch mehrfach gewarnt. Erst gestern, als Sie mir Sindbad vorbeibrachten."
"Geht es Ihnen gut, Dr. Larenz? Ich war die ganze Woche nicht bei Ihnen. Und ich habe nichts mit Ihren Hund gemacht."

Seitenangabe für Zitat3: 
226227
Verlag: 
Droemeschen Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. GmbH & Co.KG, München
Auflage: 
ungekürzte Lizensausgabe
ISBN: 
978-3-426-63309-0

Kommentare

Und wenn man nicht selber lesen mag, dann kann ich das Hörbuch sehr empfehlen! Simon Jäger liest mit einer Lebendigkeit, die einen das Atmen fast vergessen lässt.
Die Handlung ist nervenaufreibend und sehr dicht, und obwohl man relativ bald zu ahnen glaubt, was da so dahinterstecken könnte, bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.
Ein tolles Erstlingswerk, unbedingt zu empfehlen für alle, die gerne Psychothriller lesen!

Der Alptraum eines Vaters: Die Tochter ist schon seit Monaten schwer krank, er begleitet sie von einem Arzt zum anderen. Eines Tages verschwindet sie aus einer Ordination, während er für kurze Zeit nicht im Zimmer ist. Vier Jahre lang weiß er nicht, was mit ihr passiert ist. Lebt sie oder ist sie tot? Doch dann... Es ist nämlich alles gaaaanz anders. Ein Buch, das man kaum weglegen kann. Spannend!

Ja, das Buch hat was! Man fiebert so richtig mit dem Vater mit.
Nur war für euch das Ende eigentlich ein Happy End? Ich weiß nicht so recht, ob es für mich eines war.
lg sonja

lg
sonja

Ich finde, es gibt kein Happy End. Für wen sollte dieses End happy sein? Leider kann ich nicht mehr dazu schreiben - würde Noch-nicht-Therapie-Kenner zuviel verraten.
 
lg, Gabi

Ich hab jetzt wo gelesen, dass angeblich die Therapie verfilmt werden sollten.  Die Filmrechte wären schon verkauft. Da bin ich mal gespannt.
Über "das Kind" gibts übrigens eine online Vorlesung. Ausschnitte gibts auf  youtube - sollten aber auch auf seiner eigenen Page zu finden sein.
lg sonja

lg
sonja

Ich glaube, dieses Buch würde einen spannenden Film abgeben. Würde ich gerne sehen.

Ja, bin schon gespannt.
Ich werde mal durch die Gegend surfen, vielleicht stoße ich ja auf mehr Infos.
lg sonja

lg
sonja