Die Kuh auf dem Dach

Die_Kuh_auf_dem_Dach.jpg ... zu Füßen oder in Sichtweite der blauen Berge, unweit eines großen Flusses und in der Nähe der Stadt Straßburg - die junge Amerikanerin Ernestine Evans sucht in Europa nach den Wurzeln ihrer Familie. Neben den geographischen Hinweisen hatte die Urgroßmutter den Ortsnamen Sand genannt. Ernestine, mit unbefangenem, frischem Blick, erobert sich die europäische Kulturlandschaft diesseits und jenseits des Rheines, in Elsass und Südbaden, siehr vor allem aber auch über eine "erweiterte Wahrnehmung", spürt Zusammenhänge, die sich ers im Laufe der Novelle erschließen. Was verbindet sie mit Martin Schocker? Sympathie, Liebe - ein Geheimnis?

Neben den beiden Hauptfiguren kommt eine weitere wichtige Rolle den beiden Gemeinden Sand, "hiewe un driewe", zu. In liebevollem Detail werden sie von der Autorin kenntnisreich gezeichnet, in Vergangenheit und Gegenwart beleuchtet. Regine Kress-Fricke hat die ungewöhnliche Einladung der beiden Gemeinden Sand, eine zeitgenössische Erzählung zu den beiden Dörfern zu schreiben, in einer Novelle voller Fantasie und Sprachkraft umgesetzt.

Meine Gedanken zum Buch: 

Diese kurze Geschichte (das Buch hat nur 61 Seiten) erzählt vor allem vom Leben auf dem Lande. Vom Sterben der kleinen Bauern, vom Überhandnehmen der Monokulturen, vom Unwillen des Einzelnen, sich in Kooperativen zusammenzutun, um ihren Hof als Einkuftsquelle zu retten. Sie erzählt von den Menschen, ihrem Stolz, ihrer guten Küche, ihrer Art zu leben. Und mitten darin findet die junge Amerikanerin Ernestine die ersten Spuren zu ihrem Ursprung, der in einem der beiden Orte Sand zu finden sein muss.
Frau Kress-Fricke hat im Auftrag der beiden Ortschaften eine Geschichte erzählt, die mir sprachlich eine Spur zu bemüht und zu gestelzt wirkt, die aber letztendlich wohl genau das erzählt, was man sich von der Autorin gewünscht hat. Nämlich, dass die Menschen überall letztendlich die gleichen sind, die selben Träume haben und die selben Probleme, und dass Grenzen nur ein imaginärer Strich auf der Landkarte sind.
 
Im Vorwort schreiben die Bürgermeister der beiden Gemeinden: "Dies ist ein Buch für Sander, die ihren eigenen und den anderen Ort Sand kennen lernen wollen, aus der Sicht einer begabten Schriftstellerin, die vor Ort war - und in wunderbaren Bildern und Metaphern schaut, was andere nicht gleich sehen und bemerken können."
 

Die Kühe schmolzen zu kleinen Punkten. Verschwanden aus der Landschaft. Nur eine hilt der Bauer fest am Seil. Zog sie mit sich. Die Erinnerungskuh. Ein ganzes Leben sah ihn aus ihren sanften Augen an. Er fütterte sie und ließ sie auf dem Dach seines Lebens weiden. Mit ihr würde er Seite an Seite bis ans Ende des Weges gehen.

Seitenangabe für Zitat2: 
41
Verlag: 
Buch & Media
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3865200648

Kommentare

Die fehlende Zitierung für die Produktbeschreibung
http://www.allitera.de/Kress-Fricke,+Regine%3ADie+Kuh+auf+dem+Dach_Allitera_3-86520-064-8_t.html

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Braucht es nicht. Das ist der Klappentext, selbst abgetippt.
 
Aber wenn Du das jetzt bei all unseren Buchpatenschaften machst, bist Du wenigstens eine zeitlang beschäftigt...

Selbst abtippen ist Dummheit
Nicht die Herkunft fremder Gedanken anzugeben ist Plagiat oder härter Diebstahl geistigen Eigentums!

Ich mache mir nicht die Mühe weiter bei dem Autor dieser Patenschaft nachzulesen, Plagiat scheint hier System zu haben und ich hoffe der übliche Pluralis Majestatis dieses Auors trifft hier nicht zu und es gibt auch ehrliche Patanschaften

rotbart

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren