Die Hochzeit Ein Spiel vom Prinzen Johann

Im Spiel, das eine ganze Ortschaft einbezieht, nämlich Öblarn, den Heimatort der Schriftstellerin, ersteht die Welt des Biedermeier zu neuem Leben: früher Intellektualismus neben finsterem Aberglauben, Neugierde neben Misstrauen gegen Fremde, Stolz der Reichen neben dem Aufbegehren der vom Schicksal weniger Begünstigten. Zugleich huldigt Paula Grogger dem "steirischen Prinzen" Erzherzog Johann, dem modernen und vorbildlichen Förderer der Steiermark. Seine Liebe zur Ausseer Postmeisterstochter Anna Plochl ist zart in den szenischen Bilderbogen eingefügt.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ein Theaterstück in Mundart geschrieben über eine Hochzeit, bei der Erzherzog Johann auch Gast ist. Gut gefallen hat mir der Dialekt - einige Wörter habe ich leider nicht verstanden, viele waren mir aber bekannt, da sie im Sprachgebrauch meiner Großeltern noch verhanden waren. Deshalb war mir diese Sprache sehr vertraut; ich habe das Buch gerne gelesen.

HOCHZEITLADER
Gott grüaß enk, Mannerleut und Fraun
Aus der Umgebung und von weiter Fern.
Wann ich den Augn därf draun,
Kann ich mit Stolz erschaun
Sogar die höchsten Landesherrn.
Koa Wunder nit, denn oamal schon
Is z' Öbling da ein solchs Ereignis gwest,
Und unser Erzpatron,
Prinz Johann in Person,
Is kömmen zu an Hochzeitsfest...

Seitenangabe für Zitat1: 
11

Schulkinder marschieren paarweise, puffen sich zu einem Schock.
SCHULMEISTER
Ordnet sie mit seinem Stäbchen.
Jetzt aufgepaßt Die Mädchen linker Hand!
Die Knaben auf die rechte Seite!
KATHERL
Aufzeigend.
Der Hansl zupft mich allweil beim Gewand.
SCHULMEISTER
Droht.
Du Lausbub, wenn du uns auch heute
Die feierliche Stunde trübst
Und wieder keine Ruhe gibst,
Dann...

Seitenangabe für Zitat2: 
17

GASTEIGERIN
Sehts hiaza, warum mir 's sparsame Kochen
Und 's Schinden und 's Rackern so wenig nutzt;
I zähl die Kaffeebohnln unter der Wochen,
Weil er aufn Sunntag mein Mitgift verputzt.

Seitenangabe für Zitat3: 
73
Verlag: 
Styria
Auflage: 
2. Auflage
ISBN: 
0