Die Hebamme

Die Macht der Medizin gegen das geheime Wissen der Hebamme
Marburg, 1799: Seit Ärzte die Geburtshilfe zum akademischen Fach erheben, finden Entbindungen im Gebärhaus statt - unter menschenunwürdigen Bedingungen, wie die Hebammenschülerin Gesa bald herausfindet. Deshalb vertrauen sich die Marburgerinnen lieber der geheimnisvollen Elgin an, auch wenn die Obrigkeiten das Wirken der erfahrenen Hebamme als Pfuscherei abtun. Als die selbstbewusste Elgin sich weigert, mit dem Gebärhaus zusammenzuarbeiten, kommt es zu einem folgenschweren Machtkampf ...

Ein spannungsgeladener historischer Roman mit kriminalistischen Elementen.

Meine Gedanken zum Buch: 

Das Buch hat eine gewisse Würze, zeigt gut die damalige Betreuung von Schwangeren und Gebärenden im 18./19 Jahrhundert. Gibt auch Einblicke in die damaligen Strafen, wenn ein Kind unehelich in die Welt kam. Gutes Sittenbild.
Geht manchmal unter die Haut, manchmal etwas verwirrend, da die Handlungen schnell wechslen, mehrere Geschichten ineinander verwoben.
Mir hat es sehr gut gefallen, ist jedoch eher ein "Frauenbuch", würd ich sagen...

Verlag: 
Diana Taschenbuch
Auflage: 
-
ISBN: 
ISBN-13: 978-3453351547

Kommentare

Wenn Du ein Fan bist von historischen Romanen, dann ist es sicher interessant für Dich. Leider hab ich keine Zitat, da ich es nur ausgeborgt habe. Aber ich wäre gespannt auf Deinen Kommentar, wenn Du es gelesen hast.

Kann ich das Buch Karin weiter empfehlen - als Fachliteratur sozusagen? Hast du es aus der Bücherei?

@Michael: Ja es ist in der Bücherei Nitscha. Als Fachliteratur würd ich es nicht unbedingt sehen, aber ich denke, dass es sehr interessant für Karin sein kann. Natürlich geht es nicht in die Tiefe, aber man gewinnt eine gute Übersicht, wie damals die Hebammen gearbeitet haben. Wie die ersten "Fach-Lehr-Manuskripte" entstanden sind und wie die "Männerwelt" diese Frauen-Domäne an sich gerissen haben.
Ja, ich denke Karin könnte es gefallen. Ausserdem gibt es noch tragische Liebeswirren und auch einen Hauch von Krimi...Ich konnte es kaum weglegen.