Die Geisha

Die neunjährige Chiyo lebt mit ihrer älteren Schwester Satsu in einem Japanischen Fischerdorf, bis sie verkauft werden um Geisha zu werden.
Da Satsu nicht so schön und schon etwas älter ist, landet sie in einem Portel.
Chiyo hingegen geht durch die harte Ausbildung der Geishaschule. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere beginnt der 2. Weltkrieg. und die Geishakultur geht unter.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ich mag dieses Buch, weil Arthur Golden großartig erzählen kann und sich an die Tatsachen hält. So erfährt man auch viel aus dem Leben einer Geisha.

Verlag: 
C. Bertelsmann
Auflage: 
7. Auflage
ISBN: 
3-570-00155-5

Kommentare

Es handelt sich hierbei um eine ganz berührende Geschichte einer jungen Geisha. Das einfache Fischermädchen Chiyo wird in die alte Kaiserstadt Kyoto gebracht und landet dort in einem "okiya", einem Geisha-Haus. Nach einer qualvollen Ausbildung (Bösartigkeit der Okiya-Besitzerin und die Intrigen eifersüchtiger Geishas)  steigt sie zu einer der begehrtesten Geishas in ganz Japan auf. Doch ihr Traum vom privaten Glück erfüllt sich erst nach dem Untergang der alten Geisha-Kultur.
 
Tragisch und sehr informativ! unbedingt Lesen!!

Ich hab das Buch zwar daheim, aber noch nicht gelesen.
Alledings habe ich den Film gesehen, und der war für sich schon sehr schön und unbedingt sehenswert. Würde mich interessieren, ob er dem Buch gerecht wird.

Leider kenn ich den Film nicht - wusste gar nicht, dass es überhaupt eine Verfilmung gibt ...

Seit Jahren subt dieses Buch bei mir herum, jetzt war endlich die richtige Zeit dafür. Und ich muss sagen, das Warten hat sich gelohnt.
 
Arthur Golden entführt uns in eine sehr fremde Welt, in den Stadtteil Kyotos, in dem die Geishas leben und arbeiten, das Ganze irgendwann in den 1930ern. Er schildert sehr lebhaft die Lebensumstände der Menschen, vor allem aber eben der jungen Mädchen und Frauen, die dort zu den perfekten Gesellschafterinnen ausgebildet werden sollen.
Chiyo, die Hauptfigur, macht das nicht freiwillig, sie wird verkauft und muss hart arbeiten, um letztendlich doch an ihr Ziel zu kommen. Die Wirren des 2. Weltkrieges führen sie erstmals seit ihrer Kindheit hinaus aus der wohlbehüteten Luftblase des Geisha-Viertels und machen sie mit der wirklichen Welt bekannt. Kein Wunder, dass sie so schnell wie möglich zurückkehrt in die relative Geborgenheit ihrer Welt, die ihr zumindestens vertraut ist und ihr den Halt gibt, den ihr die fremde große Welt nicht bieten kann.
Natürlich darf auch die Liebe in so einem Roman nicht zu kurz kommen, und so warten wir gemeinsam mit Chiyo ungeduldig auf die Erfüllung ihrer Träume.
 
Arthur Golden hat an diesem Roman 10 Jahre lang gearbeitet, vor allem die detaillierte Recherche macht sich bezahlt. Das Buch ist nicht nur sprachlich eine feine Sache - der Autor verzichtet komplett auf kitschigen Schmus - , sondern vor allem auch wirklich informativ, wenn man sich für dieses Thema interessiert. Alles in allem eine schöne Geschichte, aus der man auch was lernen kann - was will man mehr?
 
Vor vielen Jahren habe ich auch die Verfilmung dieses Buches gesehen, die ich jetzt als wirklich gelungen bezeichnen kann. Ich mochte den Film damals sehr, jetzt hat das Buch meinen Eindruck noch bestätigt.

Nur am Rande seine Hauptquelle Mineko Iwasaki "die" Geisha, die Golden Ihr Leben geschildert hat, hat ihn später wg Vertrauensbruch erfolgreich verklagt, und veröffentlichte dann Ihre Memoiren selbst.

Der Buchtitel ist Geisha of Gion und hier ist eine Besprechung im Time Magazine
http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,393813,00.html

Glaubt man Ihrem eigenen Buch war es wohl mit den Tatsachen bei Golden nicht so weit her - dafür sollte es aber viel Geld für ihn aus Hollywood geben - aber daraus wurde dann wohl nichts.

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren