Die Elenden

die_elenden.jpgIm Mittelpunkt des monumentalen Romans steht die Geschichte des entlassenen Häftlings Jean Valjean, der nur durch die selbstlose Hilfe eines Bischofs wieder in die Gesellschaft zurück- und den Glauben an die Menschen wiederfindet.

Unter falschem Namen baut er sich in Paris eine neue Existenz auf und sorgt für die junge Cosette, deren Mutter elend an Schwindsucht gestorben ist. Er muss jedoch seine wahre Identität geheim halten.

Als Cosette sich in den aufstrebenden Advokaten Marius verliebt, versucht er, die beiden Liebenden auseinanderzutreiben - so sehr fürchtet er die Trennung von seiner Adoptivtochter. Mit dem Beginn der Pariser Arbeiteraufstände von 1832 überschlagen sich die Ereignisse: Marius gerät in den Straßenkämpfen in Lebensgefahr, und Valjeans Vergangenheit wird zur zunehmenden Bedrohung für Cosettes Glück.

Meine Gedanken zum Buch: 

Rein zufällig sah ich TV die wunderbare Verfilmung des Buches von Jean-Paul Le Chanois aus dem Jahr 1960 mit einem großartigen Jean Gabin in der Hauptrolle und war zutiefst bewegt:
 
Danach erst habe ich das Buch gelesen und war beeindruckt davon, wie Hugo die Person Jean Valjean mit all ihren Stärken und Schwächen, mit ihren Überlegungen und ihrem Gewissen dargestellt hat. Es ist eine wundervoll-tragische, berührende  Geschichte von Liebe, Aufopferung, Verwandlung, Bekehrung und der Unausweichlichkeit des Schicksals.
 
Die zahlreichen Nebenhandlungen und Charaktere mögen zwar zu einer gewissen Langatmigkeit beitragen, machen das Werk jedoch zu einer  authentischen Milieustudie des Frankreich des 19. Jahrhundert. Es werden die grauenhaften Verhältnisse, in denen die Ärmsten der Armen im Frankreich damals  lebten, die politische Situation ausführlich beschrieben. Da ist schon einiges an Durchhaltevermögen gefordert, das sich meiner Ansicht nach lohnt. 
 

Verlag: 
Manesse Verlag Zürich
Auflage: 
Deutsche Übersetzung von Hugo Meier
ISBN: 
ISBN: 3-7175-8076-0