Der verlorene Blick - Ein Mädchen erblindet

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Leonie ist 15, und ihre Augen sind waldmeistergrün. Das ist es, was er so an ihr liebt, sagt ihr Freund Frederik. Doch eines Tages geschieht ein entsetzlicher Unfall, und Leonie erwacht in einer neuen Welt aus Finsternis. Leonie ist blind. Jeder Schritt zurück in ihr altes Leben wird zur Qual. Aber während Leonie sich mehr und mehr in die Dunkelheit verkriecht, kämpfen ihre Freunde um sie.
Leonies Geschichte ist tatsächlich passiert. In einem mühevollen Prozess musste das Mädchen lernen, seine Selbstständigkeit und damit sein Selbstbewusstsein zurückzuerlangen. Wie schmerzvoll das für Leonie war, hat sie der Autorin Jana Frey erzählt und damit diesen bewegenden Roman ermöglicht.

Meine Gedanken zum Buch: 

In Leonies Leben ist alles wunderbar: Sie hat viele Freunde, versteht sich gut mit ihrer Familie und Frederik, in den sie sich verliebt hat, scheint ihre Liebe zu erwidern. Doch als Leonie nach einem folgenschweren Autounfall blind ist und plötzlich weiß, die Dunkelheit, die sie nun umfängt und daran hindert, etwas zu sehen, ab jetzt ein Teil ihres Lebens sein wird, verändert sich ihr Leben schlagartig und es ist nichts mehr so, wie es einmal war…
"Der verlorene Blick - Ein Mädchen erblindet" ist sehr interessant zu lesen, da man erfährt, wie es sich anfühlt, von einem Tag auf den anderen nichts mehr sehen zu können und einem eine grausame, dunkle Finsternis umgibt, die man vorher noch nicht kannte. Jana Frey beschreibt außerdem den Alltag eines solchen Menschen, welcher eine Menge Geduld erfordert, da man sich alles neu erlernen muss, sehr genau.
Die Autorin hat Leonies Geschichte überaus realistisch erzählt, beschreibt ihre Ängste und die Verzweiflung, die sie nicht loslassen wollen, sehr überzeugend und lässt zu, dass man sich in Leonie hineinversetzen kann, da sie mit Ich-Erzählung alles sehr gut beschreibt.
Außerdem ist Leonies Geschichte wirklich passiert, was mich persönlich einmal mehr schockiert hat.
Man liest dieses Buch gerne, zumal es auch um Freundschaft und Liebe in Leonies Leben geht und deshalb dieses Buch keine Langeweile aufweißt.
Jana Frey will mit dieser Geschichte sagen, dass wir mit Blinden normal umgehen und ihnen nicht unser Mitleid zusprechen sollen, da das die betroffenen Menschen immer mehr in ihr Leid zurückbringen würde. Mir ist bewusst geworden, dass es Menschen mit viel härteren Schicksalen gibt und man mit seinem eigenen Leben zufrieden sein soll.
 

Ich wollte sehen können.
Ich wollte nicht blind sein.
Lieber wollte ich sterben.

Seitenangabe für Zitat1: 
86

Sei doch froh, dass ich überhaupt etwas von dir will, du Blindschleiche...

Seitenangabe für Zitat2: 
157
Verlag: 
Fischer
Auflage: 
9. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3596805587 / ISBN-10: 3596805589