Der lombardische Kurier

Der_lombardische_Kurier.jpgIn seinem neuen Fall sieht sich Duca Lamberti mit einem besonders brutalen Überfall halbwüchsiger Schüler auf ihre Lehrerin konfrontiert. Die junge Frau stirbt an den Folgen ihrer Misshandlung. Als Lamberti der Verdacht kommt, dass hinter dem Mord das kaltblütige Kalkül eines Erwachsenen stecken könnte, greift er zu einem ungewöhnlichen Mittel - und bringt sich fast um Kopf und Kragen.

Meine Gedanken zum Buch: 

Im dritten Teil der Duca-Lamberti-Reihe schildert Scerbanenco schonungslos den unglaublich brutalen Mord an einer jungen Lehrerin. Scheinbar sind alle Schüler daran beteiligt, jeder trägt seinen Teil zum Leiden der Frau bei, doch keiner gibt auch nur zu, etwas gesehen zu haben. Duca Lamberti arbeitet mit viel Einfühlungsvermögen und psychischen Tricks, um letztendlich doch noch eine Wahrheit ans Licht zu bringen, die einen in die dunkelsten Ecken Mailands in den 1960ern führt.
Wie auch schon in den beiden Vorgängerromanen erzählt Scerbanenco aus einer beunruhigenden Distanz, wobei er seine Hauptfigur zugleich unglaublich emotional werden lässt. Einmal mehr läuft im Kopf ein Schwarzweißfilm, der einen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Eine stimmige Fortsetzung der Serie, die auch für sich allein als "Krimi noir" eine spannende Lektüre bildet.

Verlag: 
Btb
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3442732289