Der geheime Brief

Die Welt scheint stillzustehen, als die 40-jährige Fotografin Inga ihren Mann durch einen Herzinfarkt verliert. Um wieder zu sich zu kommen, zieht sie sich auf die Insel Marstrand zurück, auf der ihre Familie seit Generationen ein Sommerhäuschen besitzt. Beim Aufräumen findet sie eine rätselhafte Kiste mit Briefen – adressiert an ihre Großmutter Rakel. Verfasserin ist eine Frau in Afrika, die sich dort offenbar während des ersten Weltkriegs als Missionarin aufhielt. Und je mehr Inga über die Briefeschreiberin und deren Beziehung zu ihrer Familie erfährt, desto entscheidender verändert sich auch ihr eigenes Leben.

Meine Gedanken zum Buch: 

Dieses Buch empfehle ich ganz besonders allen Menschen, die bereits einmal in Schweden - auf Marstrand - waren. Dadurch wird die Geschichte lebendiger, wenn man all die Dinge vor sich sehen kann. Die erste Hälfte des Buches empfand ich als langweilig, und ich wollte das Buch beiseite legen um es irgendwann in ferner Zukunft vielleicht nochmals zu versuchen... Doch ich musste das Geheimnis dieses Briefes lüften!! Gott-sei-Dank, dass ich dieses Buch zu Ende gelesen habe. Erst im letzten Teil ist es richtig berührend und authentisch. Ich war etwas bedrückt, als das Buch zu Ende war, weil ich mich von diesen fast lebendigen Figuren im Buch verabschieden musste. Man könnte denken, eine mutige Frau im Krieg hat ihr Tagebuch offen gelegt...

Ich hörte ein Kind lachen, während ich versuchte, durch die Kraft meiner Gedanken seinen Brustkorb zu zwingen, den Kampf nicht aufzugeben.

Seitenangabe für Zitat1: 
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Mit dem Schiff zu fahren war eine Befreiung, und nach Marstrand zu kommen ein Erlebnis. Das Meer machte etwas mti mir, und ich wusste in diesem Moment, dass ich immer am Meer sein wollte.

Seitenangabe für Zitat2: 
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Jedesmal, wenn jemand versuchte den Arm um mich zu legen, spürte ich Antons Hand am Rücken, und jedesmal, wenn mich ein bewundernder Blick traf, schloss ich die Augen und spürte seine Lippen auf meinen. Nicht, dass mich Männer sonderlich interessiert hätten. Ich begriff nicht so recht, wozu sie gut sein sollten. (Rakel, 12 Jahre alt)

Seitenangabe für Zitat3: 
1
Verlag: 
www.btb-verlag.de
Auflage: 
1. Auflage, Deutsche Erstveröffentlichung Juni 2011
ISBN: 
978-3-442-74226-4