Der Weltenwanderer

Es ist die Geschichte eines außergewöhnlichen Menschen. 2003 bricht der 26-jährige Gregor Sieböck auf, um von seiner Heimat Bad Ischl aus zu Fuß um die halbe Welt zu reisen. Sein Ziel: die Vision von einem bewussten, einfachen Leben im respektvollen Umgang mit der Erde zu verbreiten.

Er geht von seinem Heimatort aus nach Portugal, dann durch Patagonien und den alten Inkaweg bis Quito in Ecuador, am Pazifik entlang durch Kalifornien, macht Wanderungen rund um die Tempel in Japan und erkundet Neuseeland von Norden bis zur Südspitze.

Mehr und mehr fühlt er sich wie ein "Wanderer zwischen den Welten".

Meine Gedanken zum Buch: 

Am Anfang war ich etwas skeptisch: ein Typ der alles aufgibt um durch die Welt zu streifen?
Doch Gregor Sieböck ist nicht irgendein Typ, er war Wissenschaftsassistent an der Universität Lund in Schweden und verfasste Studien über eine nachhaltige Energieversorgung. Doch als er merkte, dass sich dadurch so gut wie nicht zum Besseren verändert, hat er das Handtuch geworfen, und sich auf den Weg gemacht.
Auf den Weg zu sich selbst, denn Wandern hat oft mit tagelanger Einsamkeit zu tun, und auf den Weg zu den Menschen, um sein Anliegen möglichst weit hinauszutragen.
Mich fasziniert, wie radikal und mutig er dabei vorgegangen ist, wie weit sein Blick dabei geworden ist. Mir macht Mut, dass er sagt, es kommt auf jede noch so kleine Handlung an, die ich bewusst im Sinne der Nachhaltigkeit setzte. Ich habe immer wieder eine Chance, meinen Beitrag zu leisten, denn zum großen, radikalen Umstieg bin ich wohl zu bequem oder zu feige. Doch weil es viele gibt, die sich Gedanken machen und es versuchen, ist es nicht umsonst!
Und zum Thema Fülle fällt mir der Leitspruch vom Haus der Stille ein (ein Bibelzitat): Er kam, damit wir das Leben haben, und es in Fülle haben!

Ich fühle, dass wir in einer Zeit des Erwachens leben. Gruppen von bewusst handelnden Menschen schließen sich überall  zusammen. Sie erkennen und finden Wege für eine Zusammenarbeit um eine neue Gesellschaft zu schaffen: eine Gesellschaft, die von Mitgefühl  und Gerechtigkeit geleitet und in Freude und gegenseitigem Verständnis verwurzelt ist. Der Wandel ist nicht mehr aufzuhalten.

Seitenangabe für Zitat1: 
176

Auf meiner Wanderung lernte ich, dankbar zu sein. Ich fragte mich immer wieder :"Nehme ich die Geschenke der Erde dankbar an?" Wenn ich dankbar bin entsteht Fülle. Es ist genug vorhanden auf unserer Erde, dass wir alle gut leben können: In einer Gesellschaft hingegen, die von Gier und Egoismus geprägt ist, herrscht Knappheit. "Alle Güter sind knapp und wir stehen in einem ständigen Wettbewerb." las ich in den Ökonomielehrbüchern. Alles ist scheinbar kanpp, doch warum gibt es diese Knappheit? Sind die Güter wirklich knapp und wem nützt es, wenn wir unser Denken und Handeln auf Knappheit aufbauen?
Erst als ich diese scheinbare Knappheit hinterfragte, begann ich langsam die Fülle zu spüren und dann wurde vieles möglich. Der Schlüssel dazu ist die Dankbarkeit.

Seitenangabe für Zitat2: 
283
Verlag: 
Tyrolia
Auflage: 
2. Auflage
ISBN: 
ISBN 978-3-7022-3042-5

Kommentare

Letzte Woche hatte ich das Glück Gregor Sieböck live bei einem seiner Diavorträge zu sehen und zu erleben. Ich war erstaunt, dass da ein alles anderer als hünenhafter Mann vor uns stand!  Aber man spürte, dass er vor Energie und Tatendrang sprüht!
Mich hat die Liebe zu unserer Mutter Erde, die aus seinen Ausführungen und Geschichten immer ganz deutlich gesprochen hat, sehr berührt. Ich glaube, er ist für uns alle ein riesiges Vorbild, denn ich bin überzeugt, dass es noch ganz viele geben muss, die so denken wie er, damit sich etwas ändert, endlich die Natur geschützt und geachtet wird und unsere wunderschöne, einzigartige Erde erhalten bleibt!
Ja! Auch du bist gemeint!!!!!!!!