Das Regenmädchen

Eine regennasse Fahrbahn. Einzelne Autos, die vorbeirauschen. Ein grauer Morgen. Als Kommissarin Franza Oberwieser an den Tatort kommt, trifft sie der Anblick der Toten wie ein Schlag. Ein schönes junges Mädchen in einem glitzernden Ballkleid liegt verrenkt am Straßenrand. Franza beginnt Fragen zu stellen und begegnet nur Menschen, die etwas zu verbergen haben. Dunkle Seiten, Abgründe, Lügen. Die Tote kannte sie alle. Musste sie deshalb sterben?

Meine Gedanken zum Buch: 

Ich muss mal zuerst vorausschicken, dass ich im Grunde kein großer Fan von Krimis österreichischer Autoren bin. Darum hätte ich mir vermutliche diesen Roman nie selbst gekauft, obwohl das Cover auffällt und sofort ins Auge springt. Das WARUM kann ich eigentlich nicht so richtig begründen....oft ist es der für meinen Geschmack zu trockene Humor... oft sind es die heimischen Schauplätze, die bei mir einfach keine Stimmung aufkommen lassen wollen... und oft ist es auch die Verwendung von regionalen Dialekten - das ist so garnicht mein Fall....   Gabi Kreslehner hat mich allerdings positiv überrascht. "Das Regenmädchen" ist teils Krimi, teils schon fast Drama, sehr flüssig zu lesen und auch sprachlich sehr vielseitig.... ein häufiges Wechselspiel.... mal fein, poetisch.... dann wieder derb und oft auch fast nüchtern.... Durch die immer wieder wechselnden Perspektiven kommt keine Langeweile auf, es gibt dem Lesen eher noch einen zusätzlichen Reiz.   Alles in Allem ein sehr gelungenes Debüt, da kommt sicher noch mehr....!!!

Das Mädchen lag am Rand der Fahrbahn auf dem Wiesenstreifen, klein, dünn, ein Vögelchen, ein Bachstelzchen, heruntergefallen vom Leben

Seitenangabe für Zitat1: 
12

Ihre Haare fielen ihm ins Gesicht.
Er vergrub seine Nase darin, schloss die Augen und fiel hinein in ihre Berührungen, die waren wie Schaum auf nächtlichem Wasser.

Seitenangabe für Zitat2: 
53

Der Tod schmeckt nach Apfelkorn, die Liebe nach Holunderschnaps, die Verzweiflung nach nichts.

Seitenangabe für Zitat3: 
258
Verlag: 
ullstein
Auflage: 
Erstauflage
ISBN: 
978-3-550-08860-5

Kommentare

Dieses Buch wird am 11.5. um 19:30 vom Literaturkreis Nitscha in der Bücherei Nitscha besprochen. Ich werde es dafür auch noch lesen. Danke für's Vorstellen. Vielleicht hast auch Du Zeit?
 

Ja, jetzt hab ich's fertig und bin ein wenig verdutzt.
Anfang: zieht sich
Mittelteil: interessante Ermittlungen und persönliche Verstrickungen
Ende: banal
danach: Entwirrung der persönlichen Verstrickung - wieder lähmend
Positiv sind die direkten Reden bzw. Sticheleien der Polizei, die immer wieder witzig sind. Das sehr Derbe ist wie ungewollt plaziert und viel zu übertrieben. Man kauft ihr die Geschichte einfach nicht ab.
Nitscha: ja oder nein? Ich weiß nicht.
 
 

Für mich war es ein Buch, das keine großen Anstrengungen abverlangte, deshalb war es eine gute Lektüre vor dem Schlafengehen. Gut und leicht zu lesen. Ich war leider nicht beim Treffpunkt in Nitscha. und muß dir lieber Reinhard die Antwort schuldig bleiben.
Paula